Fahrradtour des AK Senioren der IGM Unterelbe am 01.10.2019

In Deutschland ist einiges in Schieflage geraten, so kann es nicht bleiben. Unter der Überschrift “Gerechtes, ökologisches und soziales Deutschland“ haben die Senioren der IGM Unterelbe auf Schwierigkeiten und Probleme am 01.10.2019, dem Tag der ältren Menschen, auf ihrer Fahrradtour bei regnerischem Wetter aufmerksam gemacht.

Armut hat viele Gesichter und viele Gründe. Es gibt aber wenige grundsätzliche Zusammenhänge, die Armut in einer Gesellschaft begründen. Entscheidend sind vor allem der gesellschaftliche Reichtum und die Regeln, wie er verteilt wird.

Demnach hat sich die Zahl der von Armut betroffenen Rentner in den letzten 11 Jahren verdoppelt (sehr deutlich ist auch, welche fatalen Wirkungen die Verschlechterungen für Erwerbsgeminderte haben). Die tatsächliche Zahl der Rentner, die an der Armutsgrenze und darunter leben, ist sehr viel höher.

RentnerInnen, die das Wohngeld beziehen sind nicht berücksichtigt (ca. 300.000) und diejenigen, die mit ihrer Rente zwischen der Grundsicherungsgrenze von 790€ und dem Armutsschwellenbetrag von 980€ (Zahlen für 2015; Durchschnittszahlen, die zwischen den Bundesländern variieren; Einzelhaushalte) liegen, ebenfalls nicht.

Dieses und vieles mehr wollen wir aufdecken, und haben es im Seniorenheim und der Tafel mit betroffenen diskutiert. Weiterhin haben wir auf unserer Tour mit gelben Westen und Fahrrädern durch Elmshorn, vor der IHK und der Deutschen Bank auf Schwierigkeiten aufmerksam gemacht.

In seinem Schlusswort wies Kollege Nestmann nochmals daraufhin, welche Verantwortung die Politik hat, dass Altersarmut und Kinderarmut in diesem Land bekämpft werden muss. Es kann nicht sein, dass man der Rentenkasse 800 Mrd. Euro klaut, und gleichzeitig sagt, man hat kein Geld in der Kasse.  Bürger dieses Landes haben einen Anspruch auf ein würdevolles leben nach 45 Jahren Arbeit. Wir forderten eine „Erwerbstätigenversicherung“ für Alle ohne Ausnahmen.

“Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!”

Beitrag von Hans-Jürgen Nestmann

Ein Kommentar

  1. Liebe Freunde dieses Ansinnen der Arbeitgeber ist aber doch weit verbreitet. Es gehörte schon seit Ludwig Erhards Zeiten zum Ansinnen von Unternehmen . Das wissen wir erst recht seit Schröder Riester und Hartz an den Schaltstellen der Macht waren. Ja und zu Zeiten von Helmut Kohl was ist da alles an Spenden geflossen. Nun lese ich heute Morgen einen Artikel oder Bericht den sich jeder der hier etwas dazu schreibt mal Ansehen und Lesen müsste. Hier den Link dazu https://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=10568 Wunderts da nicht, wenn Linke Positionen und Ansichten als Polarisierend und Schädigend abgelehnt wird.Alles was irgendwo Sozial ist wird bekämpft. Im Grunde war es immer schon so, dass die Reichen und Mächtigen ausbeuterisch waren. Gerade wieder sieht man doch was wirklich geschieht.

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