Panorama verliert jeden journalistischen Anstand – INSM-Propaganda zur Rentenpolitik.

Panorama verliert jeden journalistischen Anstand – INSM-Propaganda zur Rentenpolitik.

Panorama sendete am 10.10.2019: „Arme Rentner, reiche Rentner – Warum werden alle beschenkt?“ Wer bisher glaubte, dass die öffentlich-rechtlichen Sender das BILD-Zeitungsniveau nicht unterschreiten könnten, wurde nach acht Minuten eines Besseren belehrt. 

 

An Verhöhnung, Verzerrung und interessengeleiteter Propaganda war der Beitrag kaum zu übertreffen.

Eine Frau zu Beginn soll wohl die armen Rentner repräsentieren. Biografische Daten von ihr (etwa Alter, Wohnort, Beruf, Einzahlungsdauer)? Fehlanzeige. Soviel wird verraten: Sie erhält 900€ Rente netto, „was nicht genug ist, um normal leben zu können“, deshalb muss sie von Montag bis Freitag zusätzlich Essen ausfahren.

Mit 900€ netto ist die Frau als Rentnerin noch überdurchschnittlich bezahlt und zeigt mit ihrem Beispiel um so drastischer auf, wieviel härter das Leben sehr vieler Rentnerinnen ist, die deutlich weniger erhalten (in den alten Bundesländern erhalten 8 Millionen Frauen ein Rente von durchschnittlich 650€).

Aber das interessiert in dieser Sendung weniger. Dafür wird ein großer Wert auf ihre Meinung gelegt: „Den meisten Rentnern geht’s ganz gut …die Kleinstrenten sollten mehr bekommen, als die, die relativ mehr Rente bekommen.“

Das Geld sollte nicht mit der Gießkanne ausgegeben werden, denn den meisten Rentnern geht es ganz gut – so Redakteur Johannes Jolmes.

Der Beweis wird angetreten. Auf der Strandpromenade vom Ostseebad Grömitz träfe man besonders viele Rentner. Vier Ältere werden gefragt. Die sind so namenlos wie biografiefrei. Das Alter, ob sie von Renten- oder Pensionseinkommen, oder ob sie von Vermögenserträgen leben? Spielt alles keine Rolle. Nur eines interessiert: wie geht es ihnen im Alter? „Gut, sehr gut, könnte nicht besser sein, super“. Ein Paar erklärt, viel zu verreisen – „nach Indien, Mexiko, Südamerika, China, Südvietnam …“ Dem zweiten Befragten geht es nicht schlechter „wir sind viel auf Reisen, fast jeden Monat zwei Wochen…“. Der Dritte macht auch viel Urlaub „wir sind essenstechnisch viel unterwegs…“

Man muss wissen, dass die maximal mögliche Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht über 2.500 netto steigen kann. Wenn man das weiß kommt man schnell darauf, dass die vier (anonym) Befragten wohl kaum als die typischen Rentner in Frage kommen. Selbst als “Spitzen”Rentner hätten sie nicht die Mittel für den von ihnen dargelegten Lebensstil.

Dennoch werden diese vier aus dem Leben gegriffenen Situationsbefunde  „wissenschaftlich“ untermauert. Jochen Pimpertz, beschäftigt bei dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW), kommt dreimal zu Wort. Kein Wort wird darüber verloren, dass das Institut durch Arbeitgeberverbände finanziert wird und dass sich das IW den neoliberalen Think Tank „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ INSM unterhält. Letzteres schaltet regelmäßig Anzeigenkampagnen gegen jedwede Rentenreform, die ihren Namen auch nur ansatzweise verdient.

 

Erster Block “wissenschaftlicher” Erkenntnis: Das Ausmaß der Altersarmut wird übertrieben. Grundsicherung im Alter erhalten 3,2%, gegenüber 9,6% Hartz IV-/Sozialhilfeempfänger der anderen Bevölkerungsteile. Sie sei also deutlich unterrepräsentiert. Was Pimpertz ausblendet: gerade einen Monat zuvor hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) veröffentlicht, dass zwei von drei Grundsicherungsberechtigten keinen Antrag auf Grundsicherung stellen. Die Quote läge also tatsächlich ebenso bei 9,5%. Was Pimpertz auch verschweigt, ist die International vereinbarte Armutsdefinition. Arm ist demnach nicht nur jemand, der staatliche Sozialhilfe erhält, sondern armutsgefährdet sind alle, die als Einzelpersonen ein Einkommen beziehen, das 60% unter dem mittleren Nettoeinkommen liegt. Für Deutschland derzeit etwa 1.050€. Über 16% der Rentnerhaushalte leben unterhalb dieses Niveaus. Jeder Journalist, der zu dem Thema die Zuschauer informieren soll, muss das wissen. 

Zweiter Block “wissenschaftlicher” Erkenntnis: „Die Rentengeschenke (explizit Rente ab 63 und Mütterrente) der vergangenen Jahre gehen zu Lasten der jüngeren Generation… Sie sind mit Blick nach vorne kontraproduktiv“. Das IW hat jede noch so kleine Rentenverbesserung gebetsmühlenartig mit diesen Argumenten, vor allem seit 2014, begleitet. In der Sendung wiederholen Pimpertz und der Journalist Jolmes das fast synchron. Wahr ist dagegen, dass die Mehrkosten der Rentenverbesserungen so gut wie ausschließlich durch die Beitragszahler finanziert wurden bzw. werden und nicht aus Steuermitteln. Und obwohl das passierte, wurden die Rentenversicherungsbeiträge von 18,9% auf 18,6% gesenkt. Ein Beitragsniveau, dass es zuletzt vor 30 Jahren gegeben hat. Da gab es allerdings 25% weniger RentnerInnen als heute. Auch das sollte jeder Journalist wissen, der zu dem Thema informiert.

Ein Journalist sollte auch hinterfragen: wieso hat das IW im Verlauf der Rentenreform 2014 für 2020 einen Beitragssatz von über 20% voraus orakelt? Danach kamen noch einmal die Reformen 2017 (Mütterrente II und bessere Erwerbsminderungsrenten). Trotzdem bleibt der Beitragssatz  bei 18,6% und die Rücklagen der Rentenversicherung steigen auf den Rekordwert von 40 Milliarden €. Das ist der Nachfrage wert, statt in den Chorgesang des IW einzustimmen.

Dritter Block “wissenschaftlicher” Erkenntnis und zugleich finaler Tiefpunkt der Verhöhnung: Pimpertz: „Altersvorsorge gelingt am Besten, wenn es mir gelingt, im Arbeitsmarkt integriert zu sein. Das ist die entscheidende Stellschraube. Wer arbeitet als Angestellter, zahlt automatisch in die Rentenkasse ein, das wirkt armutspräventiv.“ Ein Vertreter des Instituts, das die Niedriglohnpolitik der Agenda 2010 stets gefordert hat und im Mindestlohn völlig faktenfrei bis heute ein Instrument der Arbeitsplatzvernichtung sieht, darf im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen schwadronieren, gutbezahlte Jobs seien die  effektivste Rentenpolitik. Mehr Dreistigkeit geht nicht.

 

Zur Grundmelodie des Beitrags gehört dann die suggestive Aussage: Jede/Jeder hat es selbst in der Hand, zu einem anständigen Job zu kommen. Ein wichtiges Instrument dazu sei – man glaubt es kaum – Bewerbungstraining. Und dann kommt noch zur Abrundung des Arguments die Agentur „Joblinge“ zu Wort, die diesen Service anbietet. Was dazu selbstverständlich auch verschwiegen wird: “Joblinge“ wurde schon im Jahr 2007 in die Welt gesetzt und zwar als Stiftungsbetrieb (gibt schöne staatliche Fördergelder) der Boston Consulting Group und arbeitetet seitdem mit sehr bescheidenen Ergebnissen.

 

Der Beitrag ist eine Programmbeschwerde und eine Rüge des verantwortlichen Redakteurs, Johannes Jolmes, wert.

24 Kommentare

  1. Liebe Mitleidende. Was Sagt ihr eigentlich zum Vorschlag der Bundesbank künftig Rente erst mit 69 zu bekommen. Ich denke wenn man es schafft auch dann noch dass Geld abzuschaffen dann werden wir dann endgültig zum Almosenempfänger.

  2. Wenn ich heute die Rheinische Post so lese kommt mir unwillkürlich der Gedanke was das Nützt, dass wir wenige hier die Finger Wund schreiben. Es Interessiert einen Dreck. Ich frage mich auch was es bringt und ob Politiker sich auch mal in diesen Foren umsehen. Ich glaube noch nicht mal, dass die an Berichte die unser Thema betrifft die Kommentare dazu auch nur im Ansatz lesen. Ich denke, dies alles ist für die doch nur unter dem Begriff Polarisierend eingeordnet.

    Ich begründe das mal. Hier geht es sich um die Gebühren in NRW Es wurde eine Erhebung erstellt. Die finanziellen Aussichten für die Bürger sind der Erhebung zufolge nicht positiv. Denn sie müssen sich nicht nur auf höhere Gebühren einstellen, sondern das kommunale Leistungsangebot für sie wird in relativ vielen Kommunen gesenkt – 37 Prozent der Städte und damit mehr als im Bundesschnitt wollen entsprechende Sparmaßnahmen umsetzen. Dabei geht es um zum Beispiel um die Einschränkung der Straßenbeleuchtung und um Schwimmbäder, die geschlossen oder deren Öffnungszeiten verkürzt werden. Hinzu kommt demnächst noch die Veränderung der Grundsteuer. Nun darüber habe ich dann auch den Bericht gelesen. Das Konzept soll ja nun nach Scholz Plänen so wie er es haben will umgesetzt. Zahlen was man da in der Nebenkostenabrechnung stehen hat werden wir dann sicher 2020/21 erfahren.Der Strom soll im Schnitt auch 5,5% teurer werden. Dazu sicher auch die Kosten der CO2 Steuer. Nun in unserem Haus wohnt der Eigentümer mit. Der Betreibt seine Wohnung noch mit Öl. Die Mietwohnungen sind mit Etagen Gasheizungen alten Stiels ausgestattet. Wenn der dass alles verändern muss dann kommt was auf uns zu. Nun ich weiß nicht, selbst wenn er sich zu anderen Maßnahmen entschließt etwas Fotovoltaik ist das sicher auch nicht für einen Apfel oder Ei zu haben. Derzeit müssten wir aber die CO2 Umlage bezahlen. Niemand aber sagte bisher wie wir Steuerlich entlastet werden sollen. Es ist genauso wie beim Auto, eine höhere KFZ Steuer und Teures Benzin oder Diesel sollen die Bürger zunächst zahlen und später wieder bekommen ? ?. Aber zunächst einmal wären die Autofahrer in Vorkasse am gehen. Ob es dann Tatsächlich so kommt, dass man das ganz zurückbekommt steht in den Sternen. Nun ich bin ja mal gespannt wie das weitergeht auch unter den Schülern deren Eltern je nach einkommen auch wieder in ihren Wohnungen mit höheren Mieten belastet werden.

  3. Do., 15. August 2019, Redaktionsschluss: 11.10 Uhr
    1. Etat 2020: Kosten für die Rente steigen
    2. Beschwerden im UN-Sozialpakt
    3. Integration in den Arbeitsmarkt
    4. Kaum Wettbewerb im Schienenfernverkehr

    01. Etat 2020: Kosten für die Rente steigen
    Arbeit und Soziales/Gesetzentwurf
    Berlin: (hib/CHE) 148,56 Milliarden Euro (2019: 145,26 Milliarden Euro) umfasst der Etat (19/11800, Einzelplan 11) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Jahr 2020. Das ist ein Anstieg von 3,3 Milliarden Euro gegenüber 2019.
    Der größte Posten bleibt mit 109,61 Milliarden Euro (2019:105,32 Milliarden Euro) die Rente, deren steigende Kosten der Hauptgrund für den Anstieg des Gesamtetats sind.
    Auf 101,77 Milliarden Euro (2019: 98,01 Milliarden Euro) beziffern sich die Leistungen an die Rentenversicherung.
    Bei diesen Leistungen bilden die Zuschüsse des Bundes an die allgemeine Rentenversicherung mit 37,83 Milliarden Euro (2019: 36,30 Milliarden Euro) den größten Ausgabenposten.
    Für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung will der Bund im nächsten Jahr 7,7 Milliarden Euro ausgeben (2019: 7,1 Milliarden Euro).
    Für arbeitsmarktpolitische Leistungen und Programme stellt der Bund, zusätzlich zu den Mitteln der Bundesagentur für Arbeit, 36,99 Milliarden Euro (2019: 37,93 Milliarden Euro) bereit.
    Fast die gesamten Mittel dieses Bereiches werden für Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende ausgegeben: 36,55 Milliarden Euro (2019: 37,32 Milliarden Euro).
    Davon entfallen 20,2 Milliarden Euro (2019: 20,6 Milliarden Euro) auf das Arbeitslosengeld II. Für die Beteiligung des Bundes an den Kosten für Unterkunft und Heizung sind 6,2 Milliarden Euro (2019: 6,7 Milliarden Euro) eingeplant.

    Warum wird bei der Rente immer von der Gegenfinanzierung gesprochen,
    während bei den Pensionen die Erhöhung nur in Prozente angegeben wird, damit das Volk nicht den Betrag erfährt.

    Wir als Volk bezahlen mit den Steuern, Gebühren und anderen Zwangsabgaben das alles selbst, was der STAAT uns als Darlehen und Gnadenbrot wieder anbietet.

    Würden die Minister wie Scheuer / Leyen nicht Millionen Euros in den Sand setzen, Bundeswehr / PKW-Maut, die Merkel mit dem Atom-Ausstieg Milliarden an Euros,
    wäre eine angebrachte Rente für jeden finanzierbar!

  4. Über die, bedingt durch die sogenannte Wiedervereinigung, unverschuldet arbeitslos gewordenen Menschen der ehemaligen DDR, die jetzt Rentner sind, wurde im Beitrag ebenfalls kein Wort verloren.
    Auch ist ein Rentenpunkt Ost immer noch weniger wert als ein Rentenpunkt West. Hinzu kommt ausserdem, dass die deutschen Altersrenten 13% unter dem Durchschnitt des Arbeitseinkommens liegen. Innerhalb der alten EU-Länder liegen wir damit sogar am unteren Ende der Rentenbezüge.

  5. wir leben in einem zeitalter der überarbeitung und der unterbildung in dem die menschen für den übersatten und verantwortungslosen überbau so fleißig sein müssen das sie zusehends unterbelichteter daher kommen deswegen ist die dummheit die gemeinheit auf der siegerstraße die dummheit macht schule und ist genau so gewollt dummheit läst sich hervoragend im zaume halten buddha sagt dazu…ein tor mag er auch ein lebenlang verkehren mit einem weißen schmeckt nicht von wahrheit wie der löffel von den speisen

  6. Auch wenn die Medien sich immer wieder gegen die Nennung ” Lügenpresse” wehren,aber es ist so!!
    Immer und immer wieder werden wir von der Politik
    und den Handlangern der Presse belogen und die
    Realität,insbesondere die Problematik der Rentensituation,als Lapalie hingestellt!!!!

    1. “Auch wenn die Medien sich immer wieder gegen die Nennung
      ” Lügenpresse” wehren, aber es ist so!!”

      Nein, das ist keine Lügenpresse.
      Wenn man den STAAT und das Volk trennt, erkennt man zwei Gesellschaften.
      Die eine, der STAAT – muß um selbst existieren zu können,
      das Volk an die Produktion / Arbeitsleistung bringen,
      um es dann – für die eigene Erhaltung und Finanzierung –
      finanziell Wertabschöpfen – also gesetzlich enteignen.

      Dadurch sind die Interessen der Volksausbeutung des STAATES
      anders gelagert, als die des Volkes, was das Volk natürlich nicht erkennen darf.
      Deshalb auch diese “geistige Betreuung” durch den STAAT über die Medien (Massenverdummung Fernsehen) beim Volk, und dessen Rundumversorgung.
      Dadurch hört der Mensch das kritische Denken auf, und ist mit der Befriedigung seiner Bedürfnisse zufrieden.
      Dafür hat der STAAT auch Institute gründen lassen,
      welche die Volks-Meinungen erzeugen und manipulieren.
      Staatliche Volksverdummung:
      https://www.bpb.de/

      Volksmeinungsmanipulation:
      https://www.apb-tutzing.de/

      und viele Andere!

      Und der Wähler bestätigt – diese Volksausbeutung, wie den Rentenbetrug!

  7. Zur Existenzsicherung das bedingungslose Grundeinkommen inklusive Kranken- und Pflegeversicheurng Finanzierung Ulmer Modell Pelzer/Rettel könnte für die Grundrente genutzt werden. Jeder und jede bekommt ohne Bedürftigkeitsüberprüfung eine Existenzsicherung unbürokratisch. Jedem wird die zustehende Bruttorente besteuert. Wohngeld oder Belastungen können weiterhin auf Antrag beantragt werden.
    Eine Info-Mail von Dr. Jürgen Rettel erhielt ich gestern mit folgenden Punkten:

    Eine philosophische Diskussion über bGE bringt nichts, weil Wirtschaft und Politik in Handlungsbedarfen denken. Und deshalb hier nun die Handlungsbedarfe für ein bGE:

    1. Das Urteil des BVerfG vom 25.9.1992 hat schon damals klar entschieden, dass Einkommen unter den Freibeträgen für eine erwerbstätige Familie vom Finanzamt antragsfrei aufzustocken sind.

    nicht erst vom Sozialamt auf Antrag.

    Das ist auch verständlich, dass der Finanzminister nicht Nettoeinkommen bei Erwerbstätigen hinterlässt, die dann der Sozialminister für das Existenzminimum aufzustocken hat. (Linke Tasche,Rechte Tasche).

    Im Urteil von 2002 zur Rentenbesteuerung gilt das auch für die Rente, Renten sind normal zu versteuernde Einkommen.

    Damit sind Kinder- und Altersgrundsicherung KEINE Aufgaben der Sozialpolitik mehr, sondern der Finanzpolitik.

    Nach der destatis-Studie 2011 zur Demografie hatten wir 2008 40% Bürger im Nichterwerbsfähigen Alter, heute haben wir auch nur 55% erwerbstätige Bürger.

    Für eine Bedürftigkeitsprüfung blieben also nur 5% erwerbsfähige erwerbslose Bürger übrig.Das erüllt man unbürokratisch am einfachsten, wenn man die Freibeträge VORAB auszahlt und zum Ausgleich ALLE EInkommen ab dem ersten Cent GLEICH besteuert.

    Das ist der Ansatz für bGE..

    Denn ob sich für die 5% erwerbsfähig, aber erwerbslos diese Bürokratie auch rechnet, müsste erst einmal bewiesen werden.

    2. Aufgrund der Dgitalisierung und der Demografie müssen die AG-Sozialabgaben vom Lohnsummenbezug auf den Ertragbezug der Unternehmen umgestellt werden. Sonst brechen die Sozialversicherungen mangels Lohnsummen zusammen,

    zuerst die Kranken- und Pflegeversicherung, die im Grundsatz ALLE betrifft.

    Diesen Handlungsbedarf erkannte schon Ludwig Erhard 1957.

    3. Sollte nun das BVerfG am 5.11.2019 sich gegen die Sanktionen bei den erwerbsfähigen Erwerbslosen aussprechen, dann ist ein dritter Handlungsbedarf gegeben.

    Und die einfachste und sofort umsetzbare Lösung ist das Ulmer Modell Pelzer/Rettel von Prof. Pelzer 1996 nach Mabel und Dennis Milner 1918 und Milton Friedmann 1962.

    Erprobt ist das Verfahren sei 1996 mit dem Kindergeld statt dem Kinderfreibetrag.

    Mathematiker Dr. Jürgen Rettel, erstellte klare Berechnungen. Dies würde hier zu weit führen. Er sieht die Auszahlung unproblematisch über eine Bundesbank oder dem Finanzamt.

    Dr. Rettels Vorschlag:

    Beim Einwohnermeldeamt, sollte jeder Einwohner eine Kontonummer angeben, auf die das bedingungslose Grundeinkommen zur Existenzsicherung jedem Bürger und jeder Bürgerin ausbezahlt werden könnte.

    Für die Kranken- und Pflegeversicherung sollte die vom Bürger und der Bürgerin gewählte Versicherung genannt werden. So könnte automatisch der Betrag überwiesen werden.

    1. # Hanne
      “Zur Existenzsicherung das bedingungslose Grundeinkommen inklusive Kranken- und Pflegeversicheurng Finanzierung Ulmer Modell Pelzer/Rettel könnte für die Grundrente genutzt werden.”
      Das denke ich, wird nichts!

      Einmal durchlesen, denn das dürfte das zukünftige staatlich geförderte – Arbeitsleistungssystem – sein, welches der STAAT
      dem Volk gesetzlich aufzwingt!

      “https://www.experimentierraeume.de/fileadmin/Experimentierraueme/Downloads/Foerderrichtlinie_Zukunftszentren_Bundesanzeiger.pdf”

      Die Tierhaltung / Wertschöpfung muß schon sehr genau überdacht werden.

  8. Infam ist, dass ausgerechnet die von Reschke moderierte Sendung Panorama solche Propaganda bringt. Hat doch gerade diese “Dame” behauptet, dass die GEZ-Medien nur objektiv Fakten präsentieren würden. Ihr Anspruch ist es doch “Haltung zu bewahren”. Aber der Kotau vor dem IW und den Arbeitgeberverbänden ist natürlich auch eine “Haltung”.

    Was dem Ganzen aber noch einen richtig perversen Anstrich gibt, ist die Tatsache, dass die spätere horrende Pension dieser “Dame” von den GEZ-Zahlern bezahlt werden muss!

    “https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/horrende-rentenausgaben-oeffentlich-rechtliche-rentneranstalt-14043338.html”

    “https://www.focus.de/kultur/kino_tv/pensionsbremse-weniger-rente-bei-oeffentlich-rechtlichen-sendern_id_5555148.html”

    Das hat dann schon ein Geschmäckle.

  9. Das Fernsehen, jetzt dem Volk finanziell als Zwangsabgabe auferlegt, ist eine gigantische Illusionsverbreiter und eine
    gigantische Volks-Indoktrinations-Maschine !

    Realität ist doch, es sind zwei Systeme welche korrespondieren.
    Das relativ “kleine” Staatssystem, zu dem alles gehört was nötig ist, also der STAAT mit allem was benötigt wird, um eine große Volksmasse – zu beherrschen und auszubeuten.

    Der STAAT muß das Volk, die Bewohner und “Leistungsträger” einfach und dumm halten, denn es können nicht alle,
    Beamte, Referendare, Ministerialdirektoren, Politiker, Minister, usw. werden. (Ob als Staat oder Land)
    Zu deren Aufgabe es gehört, das die VOLKS-Masse – geistig gelenkt – und rundum versorgt wird, weil das die Zufriedenheit im Volk stärkt, damit die Bedürfnisse befriedigt sind und damit die Denkfaulheit der Menschen fördert, weil scheinbar alles in Ordnung ist und somit für den STAAT soviel “Arbeit” als Arbeitssklaven verrichten, das sich neuzeitlich –
    als die Leistungsträger
    sich selbst mit dem Rest finanzieren können, welche nach der finanziellen, staatlichen Enteignung, dem Arbeitsleistenden vom STAAT zugestanden wird.
    Jeder Finanzbeamte – wird vom VOLK bezahlt – von den Steuern, damit die finanzielle VOLKS-Enteignung auch reibungslos funktioniert, für den STAAT.
    Alle Beschäftigten in der Arbeitssklaven-Vermittlung, im Gesundheitssystem, im Bildungssystem, etc. etc.
    werden alle von den Steuern und Zwangsabgaben
    aus dem VOLK bezahlt.
    Nur ist die Leistungsgrenze des deutschen Volkes schon lange überschritten, also macht der STAAT es über das finanzielle Betrugssystem weiter.
    Um das zu legalisieren – wird in Deutschland großflächig das bargeldlose Zahlungssystem eingeführt und schon ist der staatliche Betrug dem Volk gegenüber – legalisiert.
    Aber wem soll man das erklären, der schon gezwungen wird – für seine Verdummung zu bezahlen (Fernsehen)
    oder freiwillige sich die Kosten auferlegt, von den Medien indoktriniert zu werden.

  10. Ich lebe und arbeite seit 45 Jahren in Grömitz.
    Diese Rentner, die man da an der Promenade angesprochen hat sind auch hier die Ausnahme – es sind auswärtige.
    Die “reichen” Renter und Rentnerinnen mit enormer Kaufkraft sind mittlerweile verstorben… bis Mitte der 90er kamen sie regelmäßig zu uns und ließen ihr Geld reichlich im Ort. Diese Zeiten sind lange vorbei.
    Auch bei uns gibt es Rentner die in den Papierkörben der Fußgängerzone und Promenade Flaschen sammeln ;(
    Sehr traurig nur diese reiche Seite der Rentner zu zeigen.

  11. Es ist doch zum Heulen. In der CDU arbeiten sicher insgeheim viele oder würden es sich wünschen, dass Friederich März Kanzlerkandidat wird. Würde der es befürchte ich noch viel schlimmeres als das Gegenwärtige.

  12. Ja absolut. Ich zahle als Rentner auch noch jedes Jahr trotz 90 % Schwerbehinderter etwa 400 € Steuer dazu wird meine Betriebsrente mit dem vollen Beitrag zur Kranken und Pflegeversicherung belastet. Meine Medikament zahle ich bis ich die 250 € erreiche selbst. Ja ich bekomme eine Betriebsrente. Diese wurde mir aber 51er Regelung und wegen des damit erzwungenen Eintritt die auch die Gewerkschaften mit ausgehandelt haben erheblich von Anfang an gekürzt. Ich denke dies lag auch ganz im Sinn von Politik und Wirtschaft. Ja und dies nicht nur bei uns sondern auch in anderen Konzernen die eine ähnliche sozialverträgliche Lösung angestrebt haben. Nun kommt bei mir auch noch eine Scheidung hinzu. Der Versorgungsausgleich wurde hergestellt. Das kostet mir 43% der Rente aus Rentenversicherung und Betriebsrente. Nun es geht so gerade noch aber gemessen an der Lebensleistung besonders im Hinblick was ich nun aus der Rentenversicherung bekomme würde das Niemals ausreichen. Denn aktuelle 857 € aus der Rentenversicherung da würde ich bestimmt Obdachlos sein.

  13. Es ist sicher Bitter, wenn im TV gezeigt wird, dass ein Rentner Ehepaar nach 35 Jahren in einer Mietwohnung die aus der Bindung gefallen ist Energetisch saniert wird und fast 1000 € Miete zahlen muss. So etwas spiegelt dann die Realität wieder. Kommt nun bei den Mietnebenkosten demnächst noch wie Bild berichtet eine kräftige Strompreis Erhöhung und die CO 2 Steuer nebst neue kosten für Grunderwerbssteuer hinzu wird sich dieses Ehepaar aber auch viele Familien ihre teuren Wohnungen nicht mehr leisten können. Ich fürchte eines Tages haben wir Millionen von Obdachlosen.

  14. Wenn man Löhne und Renten nur als Kosten versteht und nicht als Kaufkraft, dann kommen solchen Sendungen heraus. Betriebswirtschaft ist eben etwas anderes, als Makroökonomie. Das versteht halt nicht jeder.

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  16. Man sollte einmal die Renten –
    direkt im Vergleich zu den
    Pensionen setzten.

    Das Volk wird und wurde vom Staat –
    in einem Renten-Betrugssystem gehalten.

    Wer 45 Jahre seine Rentenbeiträge geleistet hat,
    über Steuern den “”STAAT”” finanziert hat unter Strafandrohung,

    der wird vom STAAT als Dank, im Alter auch noch betrogen.

    1. Das hat Methode und ist nur in einem Staat möglich, der nach wie vor wie im Ständestaat des 19. Jahrhunderts verblieben ist. Dazu haben sich (dank Adenauer) Beamte den Artikel 33, Absatz 5 im Grundgesetz gesichert.
      Das Beamtentum ist nach “hergebrachten” Grundsätzen zu regeln. Welchen “hergebrachten” Grundsätzen? Die aus der Zeit von 1933 bis 45? oder aus dem Ständestaat des 19. Jahrhunderts? Damit ist Art 3. alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, ad absurdum geführt und die dadurch entstandenen Ungleichbehandlungen systemimmanent. Ein derartiges Zweiklassenrecht kann niemals dauerhaft den Frieden sichern.

      Berechnung für Pensionen: letztes und somit höchstes Einkommen, ohne eigene Beiträge. Berechnung für Renten: durchschnittliches Einkommen des gesamten Erwerbslebens, aus eigenen Beiträgen!
      Es gibt eine Mindestpension, die „Mindestversorgung“. Es gibt keine Mindestrente.
 Die so genannte Eckrente (45 Jahre durchgehender Bezug eines Durchschnittslohns) ist eine relativ hohe Rente.
      Ca. 50 % der Männer und rd. 95 % der Frauen erreichen sie NICHT. Das Niveau der Eckrente liegt UNTERHALB der Mindestversorgung.

      Eine Gegenüberstellung von Renten und Pensionen ist auf den Seiten der adg-ev.de zu finden.
      Was Beamte selbstverständlich als völlig falsch bezeichen, weil ja angeblich Äpfel mit Birnen verglichen werden.

  17. Hallo, grüße alle doch so Reiche Rentnerinnen und Rentner.
    Ja, ich habe dass auch gesehen. Aber es ist nicht dass erste mal, dass in der Presse oder bein TV da Rentner so dargestellt werden. Die gezeigten Personen sind und das wurde nicht gesagt, Rentner aber was ich eher vermute Pensionäre. Es spiegelt hie nicht die Realität wieder.Ich weiß auch nicht warum ein TV Sender überhaupt so etwas verbreitet. Es ist in meinen Augen eine absolute Frechheit und Lüge. Ich frage mich auch ob die Moderatoren da die gleichen Meinungen haben. Anderseits denke ich gerade warum die Deutschen in der Mehrheit kann ich mir vorstellen, dass es auch bei den jüngeren Menschen gibt die durch ein Studium zunächst einmal rund 10 Jahre später beginnen und viele heute schon befürchten kaum was zu bekommen warum man dann in der Mehrzahl CDU wählt. Auch wenn die Mittlerweile nur noch 28% haben. Nun ich sehe was in und um die AFD los ist. Deshalb würde ich denen auch keine Stimme geben. Was wir eigentlich brauchen würden eine Partei die von Grund auf alles im Sinn des Demokratischen Bürgers alles verändert auch das gegenwärtige Rentensystem. Wird diese Politik weiter so betrieben liegen demnächst Millionen auf der Strasse.

  18. Es ist verdammt schwer gegen solche Propaganda anzukommen. Zusätzlich zu den ausgewiesenen Lobbyorganisationen glauben leider immer wieder auch öffentliche Medien, sich vor den Karren der Finanz- und Wirtschaftlobby spannen zu müssen.

    Es ist gut, dass das hier einmal so detailliert klargestellt wurde!
    Wir müssen solch organisierter Desinformation etwas entgegensetzen!

    Deshalb werde ich mich auch am 19.10. und am 26.10. in Bremen wieder mit einem Infostand auf die Straße stellen.

    Wenn jemand mir vor Ort helfen will:

    19.10. 10:00 Uhr Sedanplatz in Bremen-Vegesack

    (Schwerpunkte: Information der Passanten zu rentenpolitischen Themen und Unterschriftensammlung für die Kampagnen “Geheimhaltungsverpflichtung der Rentenkommission aufheben…” und https://campact.org/solidarische-renten)

    26.10. 10:00 Hanseatenhof in Bremen-Innenstadt

    (Schwerpunkt: Information der Passanten zum Thema “Doppelverbeitragung” als Ersatz für eine Demo in Bremen zur bundesweiten Aktion des Vereins “Direktversicherungsgeschädigte e.V.” und Unterschriftensammlung zur Kampagne “solidarische-renten”)

    Danke Reiner!

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