Unbedingt lesen: DIE GROẞE RENTENLÜGE

Seit dem dem 1. August ist das neue Buch von Holger Balodis und Dagmar Hühne auf dem Markt. Wir finden, ein überaus lesenswertes Buch.

Alle die sich einen gut lesbaren Überblick über eine scheinbar komplizierte Materie machen wollen und dabei gleichzeitig nach Orientierung für machbare Lösung aus dem Rentendesaster suchen greifen hier richtig zu.
Die Autoren skizzieren überzeugend was sie zu Recht als „die große Rentenlüge“ bezeichnen: Über Jahrzehnte wurde mit der „Demografiekatastrophe“, der behaupteten fehlenden Generationengerechtigkeit und dem angeblich so überlegenen „Drei Säulen Modell“ regelrecht eine Rentengehirnwäsche betrieben. Das Erfolgsmodell „Umlagefinanzierte Rente“ wurde so verantwortungslos demontiert mit der Aussicht auf millionenfacher Altersarmut.
Das Buch nennt die Verantwortlichen und die Gewinner.
Es macht aber auch Mut zum Engagement. Gibt einen Überblick wie es einige Nachbarn besser machen und skizziert die Positionen von Parteien, Verbänden und Bewegungsorganisationen. Die von den Autoren vorgeschlagenen Reformschritte sind eine gute Grundlage für die weitere politische Meinungs- und Willensbildung…

Holger Balodis, Dagmar Hühne: Die große Rentenlüge – Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung für alle möglich ist

Westend-Verlag, Taschenbuch: 18 €, e-book: 13,99€

zu beziehen über den gut sortierten örtlichen Buchhandel oder bei libri oder amazon

Am 9.8.17 war Holger Balodis Gast in der  „WDR-Redezeit“. Das Gespräch gibt einen gute Vorgeschmack auf die Buchlektüre.

53 Kommentare:

  1. ÖSTERREICH
    Regelung für Menschen, die bis 31.12.1954 geboren wurden
    Frühestes Antrittsalter:
    Das Regelpensionsalter beträgt für Männer 65 Jahre und für Frauen 60 Jahre.
    Erforderliche Versicherungszeiten:
    Sie können in Alterspension gehen, wenn Sie zu Pensionsstichtag mindestens folgende Versicherungszeiten erworben haben:
    180 Beitragsmonate (15 Jahre) der Pflichtversicherung oder freiwilligen Versicherung oder 
    300 Versicherungsmonate (25 Jahre, dazu zählen zum Beispiel auch Zeiten, in denen Sie Arbeitslosengeld  oder Notstandshilfe bekommen haben) oder
    180 Versicherungsmonate (15 Jahre) in den letzten 360 Kalendermonaten (30 Jahre) 
    Pensionsberechnung:
    Im Altrecht wird eine Vergleichsberechnung gemacht:
    Zunächst wird eine Pension gemäß dem Recht, das seit 1.1.2004 gilt, gebildet.
    Anschließend wird eine zweite Pension gemäß dem Recht, das bis 31.12.2013 gegolten hat, gebildet und mit der ersten verglichen.
    Da die Rechtslage seit 2004 wegen der langen Durchrechnung (Ausdehnung auf 40 Jahre) viel ungünstiger als die Rechtslage 2003 ist, ist ein Verlustdeckel vorgesehen.
    Der Verlustdeckel beträgt im Jahr 2017 8,25 % und wird bis 2024 auf 10 % steigen.
    Das heißt, die Pension darf nach der Vergleichsberechnung nicht geringer ausfallen als 91,75 % der Pension, die nach der Rechtslage vom 31.12.2003 berechnet wurde. 
    ……

    Die Pensionsreformen der letzten Jahre greifen, die Finanzierung steht so gut da wie lange nicht und in Deutschland boomt das „Modell Österreich“ gar als Referenzsystem.

    …..

    Nur bei den Parteien CDU/CSU, SPD, GRÜNE, FDP (AFD) kommt es nicht an.
    Deshalb wählt weiter diese Parteien.

    • Karl-Heinz Kohlhas

      Hallo CS. Ich bin weiter hier einer der wenigen die hier im Forum genauso wie Sie etwas schreiben.
      Wir sind allerdings hier die einsamen Kämpfer wie bei Robin Hood im sherwood forest. Es ist sehr gut, was Sie hier in ihrem letzten Beitrag geschrieben haben. Na diese Zahlen haben Sie sicherlich auch irgendwo her und nicht selbst aus erster Hand in Österreich.
      Jedenfall gilt es für mich nicht, dass ich diese CDU/CSU, SPD, GRÜNE, FDP (AFD) wähle.
      Nun gestern Abend bei Anne will wurde ich mit dieser Meinung auch noch mal bestärkt. Sozialismusvorwürfen und anderen Argumenten die gegen Linke Ansichten von den etablierten Parteien gegen die zum Trotz. Ich hoffe dass es am Sonntag mehr wie 10 % sind die von den 40 bis 50 % unentschlossenen sind die Links wählen.

      • Hallo Herr Kohlhaas,
        leider werden die LINKS hier auf der Webseite nicht gesetzt,
        Schauen Sie bitte unter „Arbeiterkammer.at nach.
        Die Rente heißt in Österreich Pension, als Beispiel Alterspension.

  2. Karl-Heinz Kohlhas

    Dazu Endlich dazu Beitragen die Rente zu verbessern. Diese Gebäudereiger Mitglied der Linken hat es in der Sendung Klartext im ZDF ja versucht. Aber die Kanzlerin blieb hart und lehnt das Rentensystem in Österreich ab und hält es für nicht übertragbar.
    Dennoch kann Sie was die Wahlprognose betrifft dass Grinsen nicht aus den Gesicht bekommen.Ich erwarte allerdings diesbezüglich nichts von der jetzt in vielen Kommentaren hervorgehobenen AFD selbst dann nicht wenn diese Partei die Bundestagswahl mit absoluter Mehrheit gewinnen würde.Na vielleicht ist es gut, dass eine weitere Krawallmachende Partei im Bundestag einzug hält. Aber ganz Ehrlich ich würde mir eher Wünschen, dass diese verlorenen Stimmen der Linken zukommen würde.
    Jedenfalls weiß ich ach, dass wir Kritiker überall auch hier wenn es auch nur im Vergleich zu anderen Foren und Presseberichten zur Tagespolitik verschwindent geringe Kommentare sind wir alle unter einem ganzen Volk von Wahlberechtigten die Minderheit darstellen. So kann man oder wir nur hoffen, dass es in 5 Jahren dann soweit ist auch das die CDU so abgewirschaftet hat wie es bei der SPD derzeit so ist. Im übrigen frage ich mich was hört man zu den ganzen Themen von Gewerkschaften.

    • Kanzlerin Merkel stellt nicht infrage, dass das österreichische Rentensystem besser und gerechter ist als das deutsche, aber trotzdem will sie bei uns nichts ändern. Danke für diesen Klartext, der uns allen bei der Wahlentscheidung helfen sollte. Ich finde: Solche Politikerin gehörte abgewählt!
      Das Durchwursteln, Zaudern und Aussitzen der Kanzlerin wird Deutschland auch auf längere Sicht schwer belasten.

  3. Klartext Frau Merkel – 14.9.17 – ZDF
    Thema Rente:
    Petra Vogel arbeitet in Bochum als Reinigungskraft im Krankenhaus. Dass sie als Betriebsrätin arbeitet und Mitglied der Linkspartei ist, merkte man ihr an – und dass sie wütend war. „Da arbeitest du 40 Jahre lang hart, verdienst wenig und bekommst dann eine Rente, von der man nicht leben und nicht sterben kann“, beschwerte sich Vogel, die in wenigen Jahren rund 650 Euro Rente beziehen wird: weniger als die Grundsicherung.
    In Österreich gebe es die Bürgerversicherung, in die jeder einzahle, und da bekäme eine Putzkraft rund 1000 Euro Rente. Warum Deutschland nicht in der Lage sei, das einzuführen? Merkels Antwort spulte fast eins zu eins ihre Antwort in der Sendung vom Montag herunter: Man habe die Grundsicherung eingeführt und es gebe ja Riester.
    Das brachte eine andere Zuschauerin auf: „Das ist ein Witz, was Sie erzählen!“ Eine „Unverschämtheit“. Auch Vogel war nicht zufrieden: Wie man von 1050 Euro im Monat riestern solle? Derart unter Beschuss bekam Merkel wenig zusammen. Zur Grundsicherung gebe es noch Wohngeld, falls die Miete zu teuer sei.
    Und in Österreich seien vielleicht andere Dinge im System nicht so gut wie bei uns, „das kann ich jetzt nicht so genau sagen“. Und: „Wir müssten vielleicht diese Arbeiten besser bezahlen.“ Lösungen nannte sie keine.
    Sie offenbarte auch die soziale Kälte ihrer Partei. Hauptsache, es kostet nichts. Das war die grundlegende Argumentation Merkels an diesem Abend.

  4. Karl-Heinz Kohlhas

    Glaubt man angesichts solcher Politik und Politiker noch an Wunder ?

  5. NICHT LÄNGER DATENLOS SEIN,
    NICHT LÄNGER SCHWEIGEN,

    DAZU ENDLOCH BEITRAGEN, DIE RENTE ZU VERBESSERN

  6. Interview mit Martin Schulz SPD ZEITmagazin vom 7. September 2017, 10:57 Uhr

    „99 Fragen“ an Martin Schulz – auszugsweise-

    Martin Schulz: ich bin der James Bond der SPD“

    Warum wird das natürlich noch eine extrem spannende Bundestagswahl?
    Fünfzig Prozent unentschiedene Wähler. Davon sind die größte Gruppe potenzielle SPD-Wähler. Die mobilisieren wir.
    Ich habe immer noch nicht kapiert, ob Sie eine Koalition mit der Linken jetzt ausschließen oder nicht.
    Wer nach der Wahl mit uns koalieren möchte, ist herzlich eingeladen, auf uns zuzukommen. Wir sind die Partei mit dem differenziertesten, auch dem klarsten Wahlprogramm. Deshalb ist es für andere Parteien auch einfach, sich die Frage zu beantworten, ob sie mit uns koalieren können oder nicht.
    Ihre Botschaft an die 4,5 Millionen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland?
    Ich weiß, wie es sich anfühlt, unten zu sein. Das ist kein Grund, nicht respektiert zu werden. Jeder, der sich schüttelt, der sich aufrappelt, versucht, über die Runden zu kommen, hat meinen Respekt. Reicht aber nicht: Wir brauchen einen sozialen Arbeitsmarkt, damit vor allem Langzeitarbeitslose wieder eine Perspektive bekommen.
    Ihre Botschaft an die Flaschensammler in Deutschlands Großstädten?
    Auch wegen der Flaschensammler bringen mich diese Äußerungen, Deutschland gehe es doch gut, auf die Palme. Wir leben in einem Land, das einen Überschuss von 50 Milliarden Euro in seinen öffentlichen Haushalten erwirtschaftet hat. Da darf niemand Flaschen sammeln müssen!
    Warum muss die CDU der SPD bis heute erklären, dass die Agenda 2010 eine gute und wichtige Reform war?
    Wir brauchen die CDU nicht, damit sie uns irgendwas erklärt. Mannomann! Ich möchte die Debatten über die Zukunft, nicht die Vergangenheit führen! Im Übrigen: Die CDU ist die Retropartei, denen fällt nichts mehr ein. Was uns droht in Deutschland, wenn Merkel gewinnt, ist eine Wiederholung der Jahre 1994 bis 98, die bleierne Zeit, die Agonie der letzten Kohl-Jahre. Die, die Helmut Kohl abgelöst haben, wissen Sie, wie die hießen? Angela Merkel und Wolfgang Schäuble. Die sitzen immer noch da.

    Fazit: sieht man sich die gesamten Fragen an, dann kann nichts werden mit einem Wahlsieg. Irgendwie hat er sich auch lächerlich gemacht. Bei der derzeitigen Prognose von 23 % für die SPD muss er noch froh sein, wenn er nicht unter die 20 % fällt.
    Partei der sozialen Gerechtigkeit??

  7. Sahra Wagenknecht, LINKE
    Eine gute gesetzliche Rente ist möglich, wenn alle – also auch Beamte, Selbständige und Politiker – fair einzahlen! So habe ich Anfang der Woche in der ARD-Sendung „Fünfkampf“ argumentiert – mit dem Verweis auf Österreich, wo die gesetzliche Rente im Durchschnitt 800 Euro höher ausfällt. Die Moderatorin widersprach vehement. Zu Recht? Hier kommt mein Faktencheck für Euch, um zu belegen: Österreich kann bei der Rente durchaus als Beispiel für Deutschland gelten.

    Ausarbeitung TEAM Wagenknecht zur Sendung:
    Der Faktencheck zur Rente in Österreich

    Eine gute gesetzliche Rente ist möglich, wenn alle – also auch Beamte, Selbständige und Politiker – fair einzahlen! So habe ich in der ARD-Sendung „Fünfkampf“ argumentiert.
    Mit dem Verweis auf Österreich, wo die gesetzliche Rente im Durchschnitt 800
    Euro höher ausfällt. Die Moderatorin stellte diese Aussage mit vier Argumenten infrage.
    1. Es gibt in Österreich keine Pflegeversicherung, die durch die Rente abgedeckt wird
    Richtig ist: Die Pflege (Pflegegeld) wird zwar in Österreich über die Rentenversicherung (Pensionsversicherungsanstalt) abgewickelt, aber ihre Leistungen (das Pflegegeld) werden in der Statistik getrennt aufgeführt. Außerdem ist das Pflegegeld in Österreich komplett steuerfinanziert! Das Argument, die Rente sei in Österreich deshalb höher weil daraus auch die Pflege finanziert würde, ist also Unsinn!
    2. Die Rente in Österreich wird voll besteuert.
    Richtig ist: Auch in Deutschland werden Renten besteuert! Für den Rentenjahrgang
    2017 gilt ein Besteuerungsanteil von 74 Prozent, der bis 2040 auf 100 Prozent steigen wird. Da Renten in Deutschland also je nach Jahrgang unterschiedlich besteuert werden, st ein Vergleich kaum möglich – zumal es auch Freibeträge gibt: Renten bis zu einer Höhe von 1111,71 Euro monatlich brutto sind in Österreich z.B. steuerfrei.
    Schade, dass Frau Mikich nicht eine andere Statistik zu Renten und Steuern zitiert hat, die viel interessanter ist: Laut OECD hat Deutschland eine der niedrigsten Nettoersatzraten, d.h. die Rente fällt hierzulande im Vergleich zu den vorherigen Verdiensten so niedrig aus wie in kaum einem anderen Industrieland! Vor allem Geringverdiener werden bei der Rente extrem benachteiligt!
     Für Deutschland liegt die Nettoersatzrate bei 50 Prozent für einen durchschnittlich verdienenden und bei 53 Prozent für einen Geringverdienenden
     Österreich erzielt eine Nettoersatzrate von 91,6 Prozent für einen durchschnittlich Verdienenden und 92,1 Prozent für einen Geringverdienenden!
    3. Es gibt in Österreich eine andere Demografie, also mehr Erwerbstätige die Renten finanzieren würden
    Richtig ist: Es stimmt: In Deutschland sind ca. 21% der Bevölkerung 65 Jahre und älter, in Österreich nur 18,5 Prozent – aber so groß ist der Unterschied nicht. Viel entscheidender st außerdem, wie sich die Arbeitsproduktivität entwickelt und wie viele Menschen durch eine gut bezahlte und sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit in die Kassen einzahlen! Das kann man politisch gestalten: Höhere Löhne = mehr Geld in der
    Rentenkasse! Mehr Kitaplätze = mehr Möglichkeiten für Frauen, erwerbstätig zu sein
    u.a.
    4. Es gibt in Österreich höhere Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente
    Richtig ist: Ja, es gibt in Österreich höhere Abschläge bei der vorzeitigen Rente. Aber um einen sind die Unterschiede marginal, zum anderen hat man in Österreich sehr viel mehr Möglichkeiten, frühzeitig in Rente zu gehen!

    Kommentar:
    Ich lebe in Österreich und kann das nur bestätigen. Ich bin heilfroh, dass ich mich bereits vor Jahren aus dem Deutschen Rentensystem verabschiedet habe. Diese Art von Rentenarmut, wie es sie in Deutschland gibt, ist hier faktisch unbekannt. Das gilt aber auch für die Schweiz, in der es ähnlich besser aufgestellt ist. Dort sind, und das kann man kaum glauben, so ziemlich sämtliche sozialen Hilfen und Unterstützungen besser und effektiver als in Deutschland.

  8. Karl-Heinz Kohlhas

    Also Blabla. Es ist Sinnlos. Die haben eine feste Meinung und wollen dass auch nicht. Im übrigen unterliegen die auch Fraktionszwängen. Auch der Herr Weiß steht da sicherlich hinter der Kanzlerin. Ja und derren Aussagen zur Rente hat man ja wahrgenommen. Ja er schreibt es ja auch was er meint. Ein Stück weit schieben die die Verantwortung von sich selber weg hin auch zu den Buchautoren und bezeichnen das alles als Augenwischerei.

    Der einzige Weg eine änderung herbeizuführen wäre auch CDU/CSU und nicht nur die SPD abzuwählen. Freilich gibt es ja auch noch andere Probleme die anstehen. So wie die Wahlprognosen es aussagen wird es wohl wieder eine Wahlmehrheit von CDU/CSU geben. Mit wem die dan Koalieren wird man sehen.

    Jedenfalls ich wähl Links

  9. Unter SPD gab es den schärfsten Sozialabbau. Nun tritt die SPD, weil sie fürchtet, dass ihr die Posten verloren gehen, im Wahlkampf wieder als Partei der ‚Gerechtigkeit‘ auf und fordert Verbesserungen bei der Rente. Auch sie verspricht nun das Rentenniveau bei 48 % des Nettolohns ohne Steuern zu fixieren; sie verspricht eine Solidarrente, die die Beiträge langfristig Versicherter (35 Jahre) über die Grundsicherung hinaus anhebt und sie gibt vor, die Lage der Erwerbsgeminderten verbessern zu wollen. Damit nähert sie sich dem Netzwerk, in dem die Gewerkschaften dominieren, an. Sie hofft so, alte Seilschaften für sich im Wahlkampf instrumentalisieren zu können, denn große Teile der Gewerkschaften hatten die Hartz IV – Reformen mitgetragen oder stillschweigend geduldet. Riester, der Namensgeber der privaten Rentenversicherung, die die Rentenkürzungen kompensieren sollen, die er selbst mit verursachte, war selbst führender IG-Metall-Mann. Die Nähe der Gewerkschaften und leider auch einiger Sozialverbände zur SPD ist allzu deutlich.Ein „Rentenbündnis“, das Wirksamkeit entfalten will, kann sich nur in grundsätzlicher Gegnerschaft zu ihr entwickeln.

  10. Frage an Peter Peter Weiss CDU- Rentenpolitischer Sprecher CDU/CSU
    Eine gute Rente für alle ist machbar – gerecht und bezahlbar!
    Sehr geehrter Herr Weiß,
    viele Rentner leben bereits in der Altersarmut und
    rund die Hälfte der heute Erwerbstätigen ist im Alter akut von Altersarmut bedroht. Das ist die unmittelbare Folge eines politisch gewollten Zerstörungsprozesses, sagen auch die Bestseller-Autoren Holger Balodis und Dagmar Hühne. In ihrem neuen Buch fordern sie einen radikalen Kurswechsel in der Altersversorgung und deutlich mehr Geld für alle Rentner. Und sie zeigen auch, wie es geht: Weg mit der Riester-Rente und dem Popanz des Drei-Säulen-Modells. Statt die Finanzwirtschaft zu subventionieren, muss sich Altersvorsorge auf den Kern konzentrieren: die gesetzliche Rente. Die ist sicher, krisenfest und preiswert. Und sie kann deutlich höher ausfallen, wenn endlich alle einzahlen – auch Politiker, Beamte und Topmanager. Über Jahrzehnte wurde mit der „Demografiekatastrophe“, der behaupteten fehlenden Generationengerechtigkeit und dem angeblich so überlegenen „Drei Säulen Modell“ regelrecht eine Rentengehirnwäsche betrieben. Das Erfolgsmodell „Umlagefinanzierte Rente“ wurde so verantwortungslos demontiert mit der Aussicht auf millionenfacher Altersarmut. Das Buch nennt die Verantwortlichen und die Gewinner. Doch mit der Arroganz der Macht setzen sich CDU/CSU über alle Argumente hinweg.Pflichtlektüre für alle Bundestagsabgeordnete die am 24.9.2017 gewählt werden wollen.
    Es funktioniert immer dann, wenn die Last nicht alleine auf die versicherungspflichtig Beschäftigten abgeladen wird. Also wenn alle einzahlen, auch Selbstständige und Beamte. Und wenn sich Staat und Unternehmen nicht aus der Verantwortung stehlen. Dann sind ausreichend hohe Renten für alle drin. Auch ohne private Zusatzverträge. Warum sollte man Sie bzw. die CDU noch wählen, wenn Sie nicht zur Umkehr bereit sind?

    Antwort von Peter Weiss vom 6.9.2017

    die Frage, wie das Rentensystem in Zukunft aussehen wird, ist für viele Menschen von Bedeutung, und auch ich bin dafür, dass dieser Frage ein zentraler Stellenwert eingeräumt wird. CDU und CSU stehen dafür ein, dass die Einkommen der Rentnerinnen und Rentner auch in Zukunft berechenbar und angemessen sind. Das von Ihnen kritisierte Drei-Säulen-Modell ist, soweit zur Erinnerung, in einem breiten gesellschaftlichen Konsens von einer rot-grünen Bundesregierung unter Zustimmung auch der Unionsparteien eingeführt worden. Die seinerzeitige Erwägung war, dass es angesichts der demografischen Entwicklung naheliegend ist, ein nach dem Generationenvertrag funktionierendes System zumindest um eine kapitalgedeckte Säule zu ergänzen. Verschwörungstheorien sind da meines Erachtens nicht angebracht. Die Gesetzliche Rentenversicherung ist weiterhin zentrales Element der Alterssicherung und wird es bleiben.
    Es ist zwar festzustellen, dass die Renditen auf Kapitalanlagen derzeit sehr gering sind, während die Gesetzliche Rentenversicherung dank der sehr guten Wirtschafts- bzw. Arbeitsmarktlage besser da steht als seinerzeit prognostiziert. Das ist aber eine Momentaufnahme, und gerade in der Rente sind langfristige Betrachtungen angezeigt. Es bleibt dabei jedem unbenommen, die Position zu vertreten, dass es besser wäre, sich auf ein System zu konzentrieren. Aber wie kann man den Menschen seriös als feststehende Weisheit verkünden, dass die Rentnerinnen und Rentner wirklich auf lange Sicht mit diesem Ansatz und ohne sozusagen einen Risiko-Mix aus umlagefinanzierten und kapitalgedeckten Elementen besser fahren und im anderen Fall die „Aussicht auf millionenfache Altersarmut“ winkt? Man kann auch die Auffassung vertreten, dass das Berufsbeamtentum mit den damit verbundenen Grundsätzen überholt ist. Ich tue das keineswegs, ich halte das Beamtentum grundsätzlich für einen positiven Standortfaktor. Reformüberlegungen stellen sich doch angesichts der schnelllebigen Entwicklung fast überall. Aber unabhängig davon: Wer den Menschen suggeriert, dass mit einer Aufnahme der Beamten in das Rentensystem dessen insbesondere demografisch bedingten Finanzprobleme gelöst werden, täuscht vorsätzlich. Denn jeder Beitragszahlung in der Rentenversicherung stehen bekanntlich entsprechende Leistungsansprüche gegenüber, und da wird man die Beamten doch nicht ausnehmen wollen, oder? Umgekehrt stehen Beamte wie auch Selbstständige mit ihren Steuern uneingeschränkt mit für den sich auf die 100 Milliarden-Schwelle hinbewegenden Bundeszuschuss zur Rentenversicherung ein, ohne Leistungen aus dieser zu beziehen. Wie gesagt: Man kann – und muss sogar – immer wieder Systemfragen diskutieren, aber bitte nicht mittels Verschwörungstheorien, Vorurteilen und Augenwischereien.
    Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte Regierungskoalition hat eine Menge für die Rentnerinnen und Rentner und die Renten getan, Näheres können Sie zum Beispiel im Regierungsprogramm nachlesen. Die Zukunft der Renten ist bis 2030 – wiederum im Rahmen eines großen politischen Konsenses – gesichert. Die Weiterentwicklung der Rente nach 2030 wollen wir in einem partei- und fraktionsübergreifenden gesellschaftlichen Konsens unter Einbeziehung der Tarifpartner regeln. Zu diesem Zweck setzen wir, wenn die Wähler uns die Möglichkeit geben, eine Rentenkommission ein, die bis Ende 2019 Vorschläge erarbeiten soll. Die gesetzliche Rente wird zentraler Pfeiler der Altersvorsorge bleiben. Altersarmut wollen wir, wie es uns bisher in hohem Maße gelungen ist, auch weiterhin vermeiden. Darüber hinaus kann nach meiner Meinung alles diskutiert werden. Wir planen außerdem die Einführung einer Alterssicherungspflicht für Selbstständige. Denn es geht nicht, dass Selbstständige in der Gewissheit eines sozialen Netzes in Form der Grundsicherung im Alter auf Vorsorge verzichten und die Verkäuferin oder der Auslieferungsfahrer mit einer obligatorischen Rentenversicherung mit ihren Steuern dafür aufkommen. Wir wollen dabei die besondere Situation von Selbstständigen berücksichtigen. Ich halte das „Handwerkermodell“ für gut geeignet. Die Friseurmeisterin oder der Installateurmeister zahlen z.B. 18 Jahre in die Gesetzliche Rentenversicherung ein, dann geht man davon aus, dass ihre Ansprüche das Grundsicherungsniveau erreicht haben und stellt ihnen die Form ihrer weiteren Alterssicherung frei.
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Weiß

    • Auch er wieder mit dem Bundeszuschuss- von wegen, damit stehen auch Beamte mit ihrer Steuerleistung für die Rente ein. Immer wieder die gleiche Lüge. Bis heute sind run 768 Mrd. Euro zu wenig an Bundeszuschuss an die gRV zurück gezahlt worden. Alles genau mit Tabelle auf den Seiten der adg-ev. zu finden.
      Die Tatsache, dass sowohl die Politik als auch die Justiz die Offenlegung von versicherungsfremden Leistungen praktisch verhindern, zwingt die Frage auf, wer von dem Zustand profitiert. So hat zum Beispiel die Bundesregierung zuletzt am 10.11.2005 in der Bundestagsdrucksache 16/65 (S. 331) bestätigt, dass die nicht durch Bundeszahlungen ersetzten versicherungsfremden Leistungen in Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung 65 Milliarden Euro pro Jahr betragen. Das ist praktisch ein Sondersteuertopf, für den ausschließlich Beitragszahler und Rentner aufkommen. Umgekehrt heißt das, dass insbesondere Politiker, höhere Beamte und Richter erheblich davon profitieren, hierfür nicht zur Kasse gebeten zu werden.
      Der Wirtschaftsweise Prof. Peter Bofinger hat Mitte 2011 in einem Interview u. a. die versicherungsfremden Leistungen angesprochen:[1] Ein zentrales Problem sei es, dass die sozialen Sicherungssysteme zur verdeckten Besteuerung verwendet würden.
      Nach den Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund betrugen die versicherungsfremden Leistungen im Jahr 2009 nach der ursprünglichen Definition des VDR 47,3 Mrd. Euro. Unter Hinzunahme der Transferleistungen erhöht sich dieser Betrag sogar auf 61,6 Mrd. Euro.[2]. Haben die denn alle nach unwissenschaftlichen Methoden gearbeitet? 1] VDI-Nachrichten im Internet am 2.8.2011 unter
      vdi-nachrichten. com /artikel/Die-Loehne-muessen-wieder-steigen/19726/1.
      [2] Deutsche Rentenversicherung, Heft 1, März/April 2012, S. 3.

  11. Rede im Bundestag von Sahra Wagenknecht am 5.9.17

    Wer sich ein Deutschland wünscht, in dem wirklich alle gut und gerne leben, ein Deutschland ohne Niedriglöhne und Altersarmut, in dem Politiker sich nicht mehr von Konzernen kaufen lassen und Geld für gute Bildung statt für Panzer ausgegeben wird, wer Abrüstung und einen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland will, der kann heute nur noch DIE LINKE wählen. Und nur ein Weckruf durch eine deutlich gestärkte LINKE kann vielleicht verhindern, dass die SPD sich ein weiteres Mal in einer Großen Koalition verkriecht und so der Union ein Zeitlosticket für die Fahrt im Schlafwagen an die Macht verschafft.

    Gute Rede, sehr gute Argumente, wie immer bleibt zu hoffen das diejenigen die noch unentschlossen sind dann am Wahltag wirklich die einzige wirkliche Alternative wie ich meine auch wählt, denn sonst geht dieses weiter so in die nächsten 4 Jahre, das kann doch ernsthaft für dieses Land und für diese Gesellschaft niemand mehr wollen!

  12. Karl-Heinz Kohlhas

    Heute habe ich in der RP gelesen, dass Die Frau Nahles der Frau Wagenknecht vorgeworfen hat noch nie etwas für die Menschen getan zu haben.

    Es ist für mich der Gipfel der Unverfrohrenheit von Frau Nahles. Wie kann Sie denn dass auch denn die Linken sitzen doch nicht an den Machthebeln im Bundestag. Alles was mit Linker Sozialpolitik zu tun hat ist doch überhaupt nicht zum tragen gekommen. Es ist für mich schon richtig so, diese SPD vor allem mit dieser Frau Nahles ist absolut nicht wählbar.Überall propagiert CDU und SPD doch, dass mit Links nicht zu Regieren sei. Frau Wagenknecht trägt doch nicht die Verantwortung dafür, dass der Sozialstaat ausgehöhlt wurde und immer noch wird. Wer es gestern wie ich nicht gesehen hat, hier der Link zur RP http://www.rp-online.de/politik/deutschland/bundestagswahl/frau-wagenknecht-hat-noch-nie-etwas-fuer-die-menschen-bewirkt-aid-1.7063397

    • Es war einfach eine billige Attacke und wohl Neid über die intellektuelle und rhetorische Überlegenheit von Sahra Wagenknecht.Und in einem irrt Nahles besonders, sie ist selbstverständlich für vieles, was derzeit schief läuft, verantwortlich. Die SPD regiert seit 1998 mit nur 4 Jahren Unterbrechung. Warum nur will sich die SPD immer aus der Verantwortung stehlen?

    • Das war mehr als dreist von A.Nahles, denn wenn man sich die Anträge und Anfragen der Linken ansieht, die die SPD stets abgelehnt haben, hätten die schon sehr wohl etwas ändern können. Die SPD wollte es nicht.
      In der anderen Diskussionsrunde mit FDP-Lindner, sagte selbiger, dass er eine Rentenbeitragerhöhung ablehnt, denn die Arbeitnehmer sollen mehr Netto vom Brutto behalten und zwar damit sie privat (!) vorsorgen können. Wie blöd ist das denn, wenn ich außerhalb der gesetzl. Rente zusätzlich in eine teure (Provisionen, Verwaltunsgksoten) private einzahle, die auch noch den Risiken des Finanzmarktes ausgesetzt ist, und mehr als ungewiss ist, ob und wieviel nach 20, 30, oder mehr Jahren dabei raus kommt, ist das besser und rettet die Altersversorgung?

  13. Zitat von Martin Staiger:

    Es grenzt an Volksverdummung immer noch so zu tun, als könnte die absehbar weiter sinkende gesetzliche Renten auch nur annähernd durch betriebliche oder private Vorsorgen ausgeglichen werden.

    Aber das Wahlvolk ist zum Teil dumm und wird wieder die christlichen und sozialen wählen.

  14. Karl-Heinz Kohlhas

    Bis heute kann sich die SPD nicht dazu durchringen, den mit Gerhard Schröder und den Agenda-2010-Gesetzen eingeschlagenen Kurs infrage zu stellen. Da sagt zwaz der Herr Schulz, dass er die Pläne von Gerhard Schröder bei diesem Konzern in Russland Vorstandsmittglied zu werden aber besser wäre es gewesen sich ganz davon abzuwenden. Schröder Das meint nun es gingen niemanden etwas an. Gut, aber da braucht man sich nicht zu wundern über solche Wahlergebnisse. Das vergisst ein Volk dann aber auch nicht und wählt dann die Kanzlerin.

  15. Karl-Heinz Kohlhas

    Aber beim Duell gestern Abend zeigte sich doch deutlich wie beliebt die Kanzlerin doch ist !
    Da gewinnt man doch den Eindruck, dass die meisten Deutschen denken Friede, Freude Eierkuchen. Ich halte es da lieber mit Tomas Gottschalk bei Anne Will am anfang der Sendung gleichwohl ich mich durch die Aussage nicht in meiner Meinung abbringen lasse entgegen der Meinung der Kanzlerin die den alten bekannten Spruch losgelassen hat mit denen keinesfalls in eine Koalition zu verhandeln. Ja ich sehe und es ist mir bewusst, dass bei 8 bis 10 % auch die kommenden vier Jahre nichts zu reißen ist ja und ich befürchte zusammen es mit der FDP noch schlimmer würde. Gestern jedenfalls hat mich das nicht davon überzeugt, dass die SPD je nach Wahlergebniss auch sich selber wieder ins Spiel zu einer neuerlichen Großen Koalition bereit wäre. So gesehen habe ich es ja gesagt, dass der Deutsche in der Mehrheit sich selbst sein Elend wählt. Dann aber darf man auch zumindestens diejenigen die sowas wählen nicht klagen. Auch ich finde es unfassbar dass Probleme hier im eigenen Land nicht sehr viel mehr zur Sprache kamen. Insofern war die Sendung gestern Abend für mich Total überflüßig.

    • Hallo Herr Kohlhas,

      bei der Kanzlerin gibt es nur ein weiter so. Viele Wähler wenden sich ab und wählen die AfD. Diese Partei ist eine Schande für Deutschland.

      Die Menschen hatten mit der Ernennung von Martin Schulz zum SPD-Spitzenkandidaten die Hoffnung verbunden, dass die SPD endlich wieder eine sozialdemokratische Partei wird. Danach hat die SPD allerdings alles dafür getan, diese Hoffnung zu enttäuschen. Denken die wirklich, die Menschen haben vergessen, wer die Rentenkürzungen beschlossen hat?
      Für einen Politikwechsel steht Martin Schulz leider nicht. Er denkt bereits an die Zukunft und will trotz Wahldebakel Vorsitzender bleiben.
      Was jetzt wählen Pest oder Cholera?

  16. Ich habe das Buch „Die Vorsorgelüge“ und jetzt das Buch „Die große Rentenlüge“ gelesen.
    Es ist erschütternd, wie wir Rentner und sozialversicherungspflichtige AN beschissen werden von unserer? Regierung, durch eine SPD-Frau Andrea „Pippi“ Nahles und anderer in der ReGIERung und im Bundestag sitzender Ganoven!
    Um so mehr wundere ich mich aber, daß wir wissenden Rentner, Fachleute des Seniorenaufstand, der AGD, der Rentnergewerkschaft Deutschland, Berliner Spitzen u.a. gleichgesinnter Verbindungen es nicht auf die Beine bekommen eine bundesweite Partei zu gründen, die zukünftige und alle Rentner vertritt; denn nur eine Partei im Bundestag hat die (div. Versuche gingen in die Hose) Möglichkeit etwas zu ändern. Rot-Grün hat uns unter Schröder ja verraten und Nahles tut es jetzt!
    Ein neuer Versuch ist es wert.

  17. Olaf Scholz SPD – Realitätsverlust? offener Brief
    Sehr geehrter Herr Scholz
    Ich beziehe mich auf die Sendung vom 27. August 2017 „Anne Will – Wahlkampfthema soziale Gerechtigkeit – Malt Rot-Rot hier schwarz?“.
    Zunächst war ich froh, in einem tiefen Sessel gesessen zu haben, damit ich nicht so tief gefallen wäre. Aber irgendwie habe ich es geschafft mich darin zu halten. Auch wenn es für mich persönlich sehr schwer war. Gerne erläutere ich es.
    Sie selbst bemerkten zu Beginn, dass es nicht für alle die „soziale Gerechtigkeit“ gebe und zählen ab Minute 3:20 die klaren Missstände auf: 40 Prozent der Beschäftigten im unteren Lohnbereich, Mietenexplosion, magere Rentenbescheide, Kitagebühren oder einen fehlenden Ausbildungsplatz. So weit, so gut. Es gibt immer ein Haben und ein Soll. Und trotzdem schreibe ich Ihnen einen offenen Brief.

    Herr Scholz, Sie leben an der Realität vorbei und tun dieses bewusst. Es ist Ihnen überhaupt nicht daran gelegen der Realität ins Auge zu sehen und für „soziale Gerechtigkeit“ zu sorgen. Nun ist dieser Begriff weitläufig und wie Sie, als auch die neoliberalen-wirtschaftsabhängigen PolitikerInnen gerne argumentieren: Subjektiv. In meinen Augen ist Reichtum subjektiv. Manche fühlen sich mit 3.000 Euro netto arm, manche reich. Armut ist jedoch tatsächlich. Wenn im bundesweiten Durchschnitt rund 690 Euro Sozialleistungen (Hartz IV) zur Verfügung stehen, von denen die Miete ebenso bezahlt werden muss, ist der Geldbeutel oder das Konto faktisch leer. Über sechs Millionen Menschen sind vom Hartz-IV-Regime abhängig. Davon rund 1,7 Millionen Kinder (Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Stand Juli 2017). Die Zahl der LeiharbeiterInnen stieg signifikant mit der Einführung der Agenda 2010 an. Derzeit liegt diese Zahl bei knapp 1 Million, was ein Anstieg zu 2005 um 252 Prozent ist. Ich könnte Ihnen nun weitere Zahlen auflisten. Aber, was soll’s. Diese kennen Sie ganz genau. Und trotzdem behaupten Sie, der Niedriglohn sei nicht politisch eingeführt wurden.

    Die Agenda 2010, Sie als ehemaliger Arbeitsminister, Ex-Bundeskanzler Schröder, eine SPD, die sich bis heute für die Agenda 2010 auf die Schulter klopft – all dieses ist nicht politisch gewollt? Die Muppet-Show hätte es nicht besser darstellen können. Und weil alles nicht wahr sein darf und die Argumente, die Einsicht fehlt, wird mal schnell die Keule der Verschwörungstheorie rausgeholt. Ganz ganz armselig. Als in der Vergangenheit gehandelter Kanzlerkandidat eine diskussionsentwürdigende Darstellung. Allerdings wäre so schnell klar gewesen: Mit der SPD wird und kann es keine „soziale Gerechtigkeit“ geben. Der derzeitige Schulzzug eiert noch vielmehr herum. Oder sind Sie gar Schulz in den Rücken gefallen? Hoppla, Verschwörungstheorie.
    In meinem Buch (auch ich kann Werbung platzieren) habe ich geschrieben:
    „Hartz IV polarisiert, spaltet unsere Gesellschaft und ist ein zutiefst inhumanes System. Es ist voller Widersprüche und entmündigt die Menschen und deren Angehörige in der Bedarfsgemeinschaft. Menschen, die zuvor in der Gesellschaft integriert waren, werden stigmatisiert, gedemütigt und entrechtet.“
    Nun ergänze ich, dass Sie Herr Scholz polarisieren, unsere Gesellschaft mit Ihren Aussagen spalten und den sozialen Frieden gefährden. Man kann leicht von einer gut gehenden Gesellschaft sprechen, wenn man auf der sicheren Seite unserer gespaltenen Gesellschaft steht. Der über die Jahre tatsächliche minimale Rückgang der Arbeitslosigkeit ist teuer erkauft. Nicht für die Regierung und Wirtschaft, sondern für ArbeitnehmerInnen im Prekariat. Die einstmals geltende Norm, wer arbeitet, sein Auskommen selbst verdienen kann, gilt nicht mehr. Mit Reden, wie Ihrer, ist den von Armut oder Niedriglohn betroffenen Menschen nicht geholfen. Sie sind abgekoppelt. Es ist zynisch, respektlos und entwürdigend. Und Sie sitzen hoch erhaben bei Anne Will und sind der festen Meinung, dass sei alles falsch? Was muss mit einem Menschen geschehen, um dieses immer wieder und immer wieder so zu vertreten? Sie leben in Altona. Einem Bezirk, in dem die Armut deutlich sichtbar ist, in dem die Flaschensammler die Papierkörbe durchwühlen und die Jugendarbeitslosigkeit zum Himmel schreit. Vielleicht versteckt, verdeckt und durch die Statistiken verschwiegen. Und doch ist all dieses vorhanden.
    Bisher hatte ich gehofft, oder mir selbst vorgegaukelt, Sie erleben irgendwann die Realität und erkennen diese. Diese Hoffnung oder den Wunsch habe ich nun endgültig begraben. Weder mit Ihnen, noch mit der SPD ist „soziale Gerechtigkeit“ zu machen. Wahlkampf hin oder her. Ob nun CDU oder SPD: Es bleibt ein ekelhaft schmeckender Brei. Wohl bekomms.
    Mit hoffnungslosen Grüßen
    Inge Hannemann

    Wie war das noch einmal mit Gerhard Schröder SPD:

    …Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der
    besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. ….

  18. Karl-Heinz Kohlhas

    Tut mir leid, dass ist dann die Realität.
    CDU bei Rentnern beliebt

    So war die CDU 2013 zwar bei allen Altersgruppen die stärkste Partei, am knappsten war der Vorsprung bei den jungen Wählern. Bei den Wählern ab 70 aber stieg der CDU-Stimmenanteil sprunghaft auf 43,6 Prozent an.

    Die SPD kam bei den 60- bis 69-Jährigen mit 28,4 Prozent auf ihren höchsten Anteil, ebenso die Linken mit 10,1 Prozent.

    Ich nicht.

  19. Karl-Heinz Kohlhas

    Hallo, ja das was Sie schreiben stimmt. Das Vermisse ich auch. Es ist leider immer noch ein Sturm im Wasserglas.

  20. Zitate aus dem Buch:

    – die sofortige Korrektur sämtlicher Rentenkürzungen und die Abschaffung des 3-Säulenmodells wird nicht kraftvoll und öffentlich gefördert.

    – es fehlt an einer überzeugenden und kampfkräftigen Gegenmacht.
    eine Organisation die sich dafür einsetzt.

    Der Seniorenaufstand kooperiert doch mit vielen Organisationen.
    Es sind einige darunter, die es seit Jahren versuchen ohne Erfolg.

    Warum kann man sich nicht endlich zusammentun?

    Das Ziel muss es doch sein, dass endlich alle einzahlen und die Rentenkürzungen abzuschaffen.

    Das Herzstück des Sozialstaates, die Rente wird weiter ruiniert!!!
    Besten Dank.

  21. Karl-Heinz Kohlhas

    Ja, seufts Antje

  22. Das möchte ich mal bei anderen SPD-Orstvereinen sehen:
    Vorsorgelüge-Newsletter Nr. 6/2017 vom 21.8.2017
    Wahlschnarchkampf

    Warum hört man so was nicht im Wahlkampf?, fragten uns aufgebrachte Zuhörer, als wir vor ein paar Tagen unser Rentenbuch bei einer Veranstaltung der SPD-Bundestagskandidatin Nezahat Baradari in Lüdenscheid präsentieren durfte. Wir wissen es nicht. Der SPD-Kandidatin für den Kreis Olpe und den südlichen Märkischen Kreis kann man persönlich wenig vorwerfen. Sie hat das Thema Rente offensiv präsentiert und hatte dabei den Mut, ganz bewusst Kritiker wie uns einzuladen.
    Aber sonst? Wer thematisiert im Wahlkampf Rente und Alterssicherung als ein Top-Thema? Keine Partei hält das offenbar für nötig. Also alles in Butter? Von wegen: Geschieht nichts, ist schon in einigen Jahren fast jeder zweite der heute Erwerbstätigen von Altersarmut bedroht. Aber das scheint derzeit noch niemanden ernsthaft zu bekümmern.
    Vielleicht fehlt es an überzeugenden Konzepten. Vielleicht scheut man den Vergleich mit den Nachbarländern, in denen in vielen Fällen nachweislich deutlich bessere Renten gezahlt werden. Vielleicht scheut man die Konfrontation mit jenen Gesellschaftsgruppen, die für eine gute Rente endlich einen angemessenen Beitrag leisten müssten: Arbeitgeber, Beamte, Freiberufler, Spitzenmanager und Politiker.
    Offenbar sind sich die Parteien der Stimmen von rund 21 Millionen Rentnern sicher. Die werden wohl wieder tapfer zur Wahl gehen, murren, aber ihr Kreuzchen wieder dort machen, wo sie es immer machen. So hoffen es wohl die großen Parteien.

    Holger Balodis und Dagmar Hühne: Die große Rentenlüge – Warum eine gute und bezahlbare Altersicherung für alle möglich ist, Westend Verlag, 208 Seiten, 18 Euro (ISBN 978-3-864889-177-9)

    Holger Balodis
    Dagmar Hühne
    http://www.vorsorgeluege.de
    info@vorsorgeluege.de
    0221-461527 und 466590

  23. Karl-Heinz Kohlhas

    Hallö, wieder mal noch nicht freigeschaltet. Nun lese ich, dass ich damit recht habe. Was die Kanzlerin da gestern losgelassen hat sind ungedeckte BlankoSchecks. Dagegen steht heute in der Zeitung dass immer mehr Subventionen stattfinden und das Staatshilfen nicht nur in die jetzt vor dem Brankrot stehende Fluggesellschaft Air Berlin fließen was ich ja noch für die urlauber verstehen kann. im übrigen so wird gesagt sollen das ja keine Steuergelder sein die da Verbraten werden sondern ein Kredit. Vergleichen wir das doch mal mit Otto normalo wie ich es mal war. Liebe Mitleser gibt eine Bank jemanden noch zusätzlichen Kredit mit wenn auch geringe Zinsen wenn man vor der Insolvenz steht !

    Ganz klar nein.

    Das war bei mir auch nicht der Fall. Normal ist es doch so, dass alles was Pfändbar ist an die Gläubiger geht. Klar Urlauber die Reisen oder Buchungen nicht mehr Stonieren können stehen da hinten an. Ja erwartet die Bundesregierung dann dass Sie tatsächlich da einen Cent von wiedersieht. Die werden in verschiedene Firmen oder anderen Gesellschaften aufgehen und das Geld ist futsch. So nun soll das ja angeblich keine Steuergelder sein aber es wird Berichtet, dass trotzdem immer mehr steuergelder direckt oder indereckt in die Privatwirtschaft fließt. Bilanz der GroKo 5 Milliarden €uro mehr als noch vor vier Jahren. Das Geld wäre besser in der Bekämpfung der Armut geflossen. Unternehmen machen wenn sie gut Wirtschaften Gewinne ohne Ende dann braucht es keine Subventionen. Ja und die Unternehmen und die dafür verantwortlichen Manager wie jetzt bei Dieselskandal oder alle anderen Pleiten müssten eigenlich auch Haftbar gemacht werden können. Es macht Fassungslos, wenn man zu lesen bekommt sechs neue Steuervergünstigungen und elf neue Finanzhilfen geflossen sind. Es ist eine schande, dass dafür 25 Millarden geflossen sind. Ja und was bekommt dann die alleinstehende Mutter mit drei Kindern ? Oder die Rentner oder jungen Leute die etwa als Beispiel als Schwester im Krankenhaus Brutto 1.600 in Dreifachschicht verdient und für eine kleine Wohnung in Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, München usw rund 1000 €uro oder mehr für ihre Miete zahlen muss. Viele dieser jungen Menschen sind gezwungen bei Muttern zu wohnen. Das mit der Rente auch fast alles im Argen liegt liest man ja hier auch.

  24. Wahltag ist Zahltag. Die kommende Wahlentscheidung überdenken! Die ewige Jammerei allein verändert nichts! Weder Politik noch das Verhalten von Politikern!

  25. Wahlschnarchkampf
    „Warum hört man so was nicht im Wahlkampf?“, fragten uns aufgebrachte Zuhörer, als wir vor ein paar Tagen unser Rentenbuch bei einer Veranstaltung der SPD-Bundestagskandidatin Nezahat Baradari in Lüdenscheid präsentieren durfte. Wir wissen es nicht. Der SPD-Kandidatin für den Kreis Olpe und den südlichen Märkischen Kreis kann man persönlich wenig vorwerfen. Sie hat das Thema Rente offensiv präsentiert und hatte dabei den Mut, ganz bewusst Kritiker wie uns einzuladen.
    Aber sonst? Wer thematisiert im Wahlkampf Rente und Alterssicherung als ein Top-Thema? Keine Partei hält das offenbar für nötig. Also alles in Butter? Von wegen: Geschieht nichts, ist schon in einigen Jahren fast jeder zweite der heute Erwerbstätigen von Altersarmut bedroht. Aber das scheint derzeit noch niemanden ernsthaft zu bekümmern.
    Vielleicht fehlt es an überzeugenden Konzepten. Vielleicht scheut man den Vergleich mit den Nachbarländern, in denen in vielen Fällen nachweislich deutlich bessere Renten gezahlt werden. Vielleicht scheut man die Konfrontation mit jenen Gesellschaftsgruppen, die für eine gute Rente endlich einen angemessenen Beitrag leisten müssten: Arbeitgeber, Beamte, Freiberufler, Spitzenmanager und Politiker.
    Offenbar sind sich die Parteien der Stimmen von rund 21 Millionen Rentnern sicher. Die werden wohl wieder tapfer zur Wahl gehen, murren, aber ihr Kreuzchen wieder dort machen, wo sie es immer machen. So hoffen es wohl die großen Parteien.

    Holger Balodis und Dagmar Hühne: Die große Rentenlüge – Warum eine gute und bezahlbare Altersicherung für alle möglich ist, Westend Verlag, 208 Seiten, 18 Euro (ISBN 978-3-864889-177-9)
    http://www.vorsorgeluege.de/newsletter/index.html

  26. Karl-Heinz Kohlhas

    Ja lieber CS. Die Sendung habe ich auch gesehen. Ich habe auch teilweise die Sendung gestern mit der Kanzlerin gesehen und was Sie der armen Rentnerin gesagt hat. Es ist eine Schande. Das war Ver…..g Außerdem konnte man wegen des Zwischqutschens vieles nicht verstehen. Diesbezüglich das was die Kanzlerin da vor brachte war da nichts anderes was Sie schon immer vertritt. Das schlimme dabe, dass die sich auch gegenüber den Betroffenen so kaltschneutzig zeigte und dann Wörtliche Almosen verteilte die nach der Wahl bestimmt wieder kassiert werden. Die verlieren kein Wort wie es Beispielsweise Sahra Wagenknecht vertritt. Die wollen das nicht, dass Solidarisch alle in eine gemeinsame Rentenkasse einzahlen. Darin unterscheiden die sich nicht von einer Basta Politik Schröders. Was für Schlingerpolitik die Fahren sah man gestern auch von der Aussage Seehofers zur Flüchtlingthematik. Alles wischiwaschi und sowas bekommt dann weiterhin das Vertrauen der Mehrheit der Wähler.

  27. Video: Österreich: Paradies für Rentner
    20.08.17 | 05:15 Min. | Verfügbar bis 20.08.2018
    Rentner in Österreich, „Pensionisten“ genannt, erhalten nicht 12, sondern noch eine zusätzliche 13. und 14. Monatsrente. Erkämpfte Rechte, an denen keine Partei rütteln will.
    http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/europamagazin/videos/oesterreich-rentner-video-100.html

    Österreich: Paradies für Rentner

    Ältere Arbeitnehmer in Österreich können auf eine deutlich bessere Rente hoffen als ihre deutschen Nachbarn. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hans-Böckler Stiftung. Österreich setzt weitgehend auf eine umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung. Dadurch ergeben sich zwar höhere Beiträge, aber das scheint der wirtschaftlichen Entwicklung nicht zu schaden. Der Beitragssatz für Arbeiter und Angestellte ist seit 1988 konstant geblieben und liegt bei 22,8 Prozent.
    in Österreich wird langfristig mit einem Rentenniveau von gut 68 Prozent kalkuliert. Deutlich höher als in Deutschland.

  28. Pingback:JFI 34-2017 ++ Die große Rentenlüge ++ Mercedes HB und Charité: Der Kampf geht weiter ++ Amazon bald in Winsen! ++ Die Antideutschen ++ Was ist los in Venezuela? – Jour Fixe – Gewerkschaftlinke Hamburg

  29. Karl-Heinz Kohlhas

    C:S icgh war nochmal auf der anderen seite und zwar die wo es um die Unterschriftenliste in Dortmund ging. Sie schreiben da folgenden Satz.
    Ich zittiere.
    Wenn Martin Schulz bzw. die SPD den Mut aufbrächte, sich mit dem Rentenunrecht seit den „Schröderischen Reformen“ zu beschäftigen, d.h., die Missstände seit 2001 zu beseitigen, dann würden es ihm die Arbeitnehmer und Rentner danken.
    Nun leider habe ich es nicht gesehen, weil ich es nicht wusste.
    Gelesen aber heute Morgen in der RP. Ich vermute mal, dass Sie auch hier aus der Gegend sind!
    RTL-Wahlarena
    Starker Schulz dank schwacher Moderatoren und im Bericht unter anderen folgendes.
    Moderatoren haken selten nach

    Ungeschickt war aber, dass Schulz ausgerechnet bei den schwierigsten Themen zur sozialen Gerechtigkeit – Wohnungsnot, Mini-Renten, Pflegenotstand – ins Schwimmen geriet. Einem Berliner Paar, beide berufstätig, versucht Schulz eine Verschärfung der Mietpreisbremse schmackhaft zu machen, damit sie sich von 73 Quadratmetern vergrößern können. Es geht hin und her, Schulz bringt noch das Familienbaugeld (er nennt es bloß – wie die Union – Baukindergeld) ins Spiel, was dem Paar aber nichts bringt.

    Die beiden sind nicht überzeugt. Am Ende sagt Schulz, er könne ihnen nichts versprechen. Für eine alte Dame aus Hamburg, der monatlich 200 Euro zum Leben bleiben, will er sich bei seinem Parteifreund und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz einsetzen. Und einer Pflegekraft aus Stuttgart sagt er, zu ihrem Problem werde er sich bei Experten schlau machen. Das geht besser.
    Wieder keinerlei Lösungsansätze für die betroffenen. Mir scheint es gehört zu einer Taktik Augen zu und durch und ja nichts versprechen was nach einer Wahl unangenehm werden könnte. Die CDU mit der Kanzlerin sieht keinen Handlungsbedarf und die Mogeln sich durch. Grrrrrr brauchen die nun schon Experten dazu was jeder in Deutschland begreift ohne so eine Unikarriere hinter sich zu haben die dann über Interlecktuellen Berufe entweder ins EU Parlament oder in Bundestag und Lantag führt oder geführt hat. Nee die stehen nicht auf die Seite ihrer normalen Bürger so wie es das Grundgesetz vorsieht. Das sind auch keine Armen die jemals in diese Lagen kommen. Ja und über 50 % fallen darauf rein und wählen sich ihr Elend selbst

  30. Karl-Heinz Kohlhas

    Nun frage ich mich allen ernstes warum wir uns beklagen ? Die RP berichtet doch, dass die Deutschen in der Mehrheit mit der Arbeit der Kanzlerin und Herrn Schäuble zufrieden sind.
    Ist das Tatsächlich so ? Jedenfalls gehören wir hier und die anderswo andere Meinungen vertreten den 26 % die nicht zufrieden sind. Wir sind also eine Minderheit. Leider verteilen sich diese 26 % auch auf die AFD anhänger oder Leute die diese wählen wollen viele davon einzig aus Protest gegen die Etablierten großen Parteien. Nun die Vorstellung dieses Buches ist sicher eine gute Sache. Ich werde es mir sicher auch zulegen aber es wird mir sicher nicht zu der Erkenntnis bringen die ich ohnehin schon ABER AUCH SIE HIER PROPAGIEREN , dass Diese Parteien für Ärmere und Rentner eigentlich mehr nicht Wählbar sind. Man kann nur hoffen, dass diese etwa 1000 Bürger die da befragt werden nicht mehr die Meinung der Mehrheit in der Bevölkerung mehr darstellt:

  31. Karl-Heinz Kohlhas

    Die Flyer vom Seniorenaufstand sind gepackt und zum Verteilen bereit. Naja es erreicht dann wieder nur einen kleinen Teil die da vor Ort sind. Es müsste da schon begonnen werden auch Unterschriften zu sammeln die für eine Abkehr des Bundes hin zur Umlagefinanzierung gesammelt würde. Noch eines habe ich vergessen Zeitgleich müsste es Aufrufe zu Demos vor allen Landtagen an einem Aktionstag geben.

  32. Karl-Heinz Kohlhas

    Ach, um es mal zu erwähnen. Meine verstorbene Schwiegermutter hatte mal zu ihren Lebzeiten so rund 11.000 € gewinnbringend angelegt. Eines guten Tages passiertes es dann, dass von dem Geld nichts mehr da war.

  33. Karl-Heinz Kohlhas

    Na Herr Matti Illoinen nicht nur vor dem Bundestag sondern auch für diejenigen Rentner die ja schon an der Armutsgrenze leben oder viele die nur oder sogar unter dem grundebedarf sind ergibt sich sicher nicht die Möglichkeit die einen aus Geldgründen und die anderen aus Gesundheitsgründen nach Berlin zu fahren. Es müsste eine aktion Bundesweit geben die auch solche rentner mitnimmt die dies nicht mehr können etwa durch eine Bundesweite Aktion wo alle Rentner7innen durch ihre Unterschrift mit Nachdruck eine Änderung der Rentenpolitik dahingehend fordern wie es in vielen Europäischen Staaten als erstes Beispiel Österreich also ein Umlagesystem praktiziert und damit es möglich macht das die Renten in den nächsten Jahren wieder dahin kommt wie es da vorgegeben wird. Ich denke, dass wollen alle hier. Ich lese es gibt so einige Organisationen die dies möglich machen könnte. Klar ist mir bewusst jeden rentnerhaushalt per Brief diesbezüglich anzuschreiben kostet auch Geld für Porto und sicher auch Arbeitsaufwand. Klar man muss auch wissen wo Rentner wohnen und das ist sicher schwierig. Ich verstehe auch nicht, dass nicht viel mehr Bürger auch jüngere die ja eines Tages ins rentenalter kommen und deren zukunft alles andere als gesichert ist sich nicht dagegen wehrt. Na es ist sicher Interessanter bei Sylvester vor dem Brandenburger Tor Party oder Fussballern zuzujubeln die eh abgesichert sind als an seine Zukunft zu denken. Was die Parteien diesbezüglich planen sieht man ja. Es wäre an der Zeit auch mal ganz anders zu wählen. Aber da hab ich selbst bei sinkender Beliebtheit der Kanzlerin bezogen auf die Wahlprognosen keine Hoffnung. Denn es ist ja nicht nur die Kanzlerin die diese Politik gestaltet es sind ja auch ihre treu ergebenen Minister daneben. Da die SPD auch nicht willig erscheint von ihre Agenda Politik abzurücken sind die auch aus und vor allem der hier gebrachten Themen für mich nicht wählbar.

    Gruß

  34. Dann wählt doch mal ne andere Partei
    und nicht wieder den Neoliberalen Einheitsbrei.

  35. In Brüssel wird auch einer Anlagemöglichkeit für die private Altersvorsorge gearbeitet.
    STS (Simpel, Transparent, Standardisiert) soll das „Qualitätslabel“ genannt werden. Ein Qualitätsstempel für Verbriefungen die den Banken die Möglichkeit eröffnet, Kredite an der Börse zu verkaufen.
    Eine Sicherheitsgarantie ist das aber nicht.
    Wer soll es kaufen? Pensionsfonds, Versicherungen…..
    Nach der Finanzkrise war der Steuerzahler als Steuerzahler der Bankenretter. Geht die Sache wieder schief ist der Steuerzahler mit seiner privaten Altersvorsorge in der Pflicht.
    Einfach mal anhören
    http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/dok5/sts-verbriefungen-102.html

    • Die WTO (World Trade Organization) drängt Brüssel mit GATS (General Agreement on Trade in Services) die Mitgliedsstaaten zur Privatisierung aller staatlichen Dienstleistungen (also auch der Renten zugunsten multinationaler Konzerne), die mit GATS einen umfassenden Katalog aufgestellt hat, was im Sinne des Welthandels alles privatisiert werden soll, Unternehmen und Sozialleistungen, die bisher in hoheitlicher Obhut waren. Dazu gehören Verkehrsbetriebe (Bundesbahn), Telekommunikationseinrichtungen, das Gesundheitswesen (nicht nur Kliniken), Trinkwasserversorgung, Rentensysteme und einiges mehr.
      Auch der Hintergrund ist eindeutig, denn der exponentielle Charakter des Zinseszins bewirkt, dass immer größeren Geldsummen nach rentablen Anlagemöglichkeiten suchen.
      Es wäre notwendig der Frage nachzugehen, welche Verpflichtungen gegenüber der WTO die Bundesregierungen bisher eingegangen sind.

  36. Karl-Heinz Kohlhas

    Bezeichnent möchte ich dazu als Westler sagen, dass ich gestern im TV den Bericht zur Lage in Rügen gesehen habe wo kaum für ärmere Mietwohnungen zu erschwinlichen Preisen zu haben sind. dort wie fast überall in Deutschland ist die Arbeitslosigkeit, sind diie geringfügigen Jobs Prozentual gemessen an der Gesamtbevölkerung besonders hoch. Ich denke, dass dies aber in vielen Orten an Nord und Ostsee so ist wie gerade dort in Rügen gestern geschildert. Ja ich habe es in dem Bericht gesehen, dass die ganze Fischindustrie mittlerweile fast ausgestorben ist andererseits es dort wenn man mal von der TBezeichnent möchte ich dazu als Westler sagen, dass ich gestern im TV den Bericht zur Lage in Rügen gesehen habe wo kaum für ärmere Mietwohnungen zu erschwinlichen Preisen zu haben sind. dort wie fast überall in Deutschland ist die Arbeitslosigkeit, sind diie geringfügigen Jobs Prozentual gemessen an der Gesamtbevölkerung besonders hoch. Ich denke, dass dies aber in vielen Orten an Nord und Ostsee so ist wie gerade dort in Rügen gestern geschildert. Ja ich habe es in dem Bericht gesehen, dass die ganze Fischindustrie mittlerweile fast ausgestorben ist andererseits es dort wenn man mal von der Touristik absieht indem sicher auch Soli Gelder über Fördermittel in entsprechende der Touristik dienende Prestigobjekte geflossen sind oder fließen. Das aber hat kein dort lebender Mensch etwas mehr auf dem Tisch. Viele jüngere sind dort wie in vielen Orten von dort weggezogen. Ich kann mir denken, dass es dort auch viele Rentner gibt die Arm sind oder mindestens an der Armutsgrenze leben. Aber was nützen solche Berichte denn Politikern bis hin zum Bundestag nimmt dies nicht zum Anlass etwas zu ändern. Es wurde auch gesagt, dass es dort überdurchschnittlich viele Menschen gibt die in der letzten wahl der AFD die stimme gegeben haben allein aus Protest gegen die beiden großen aber auch der übrigen Parteien die noch nicht mal auif diesbezügliche Fragen um Konzepte um Änderungen fragen. Heute Morgen aktuell die Frage nach der Mütterrente aus dem Büro gegen Altersdiskriminisierung an alle Parteien gerichtet aber auch jüngst noch zu Änderung im Rentenrecht. Bis auf dass was die Linken da in ihrem Wahlprogramm stehen haben aber zumindestens als einige Partei dazu Stellung nimmt.

    • Richtig, was mich aber wundert, bei allen möglichen Einzelinteressen, gehen Menschen auf die Straße und demonstrieren. Aber was Altersarmut, Rentenarmut betrifft, müssten eigentlich, weil es Millionen von Menschen in diesem Land betrifft, hunderttausende vorm Kanzleramt demonstrieren? Obwohl die Gewerkschaften insgesamt noch immer mehr Mitglieder haben, als alle Parteimitglieder zusammen, ist fast gespenstisch Ruhig in diesem Land??

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  38. Bitte verlinkt am obigen Beitrag doch unbedingt direkt das Buch bei verschiedenen Bestellplatformen!
    1. ist das für Leser des obigen Beitrages sehr praktisch.
    2. Wird durch eine direkte Verlinkung die Aufmerksamkeit von Suchmaschienen gesteigert.
    3. Ist euer Beitrag und das Buch zu wichtig, dass es in der Masse an Informationen zum Thema im Netz untergeht.

  39. Pingback:Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  40. Die Riesterrente wird mit noch mehr Steuergeld gefüttert. Die neue Betriebsrente ist der totale Betrug, wie es schlimmer kaum sein kann. Zur Direktversicherung empfehle ich den Zwischenruf aus Berlin von Hans-Ulrich Jörges im Stern letzter Woche. Exakt auf den Punkt!
    Es ist nullkommanull Bereitscjaft da, wirkliche ursächliche Fehler der gesetzl. Rente zu beheben, geschweige denn, wenigstens die willkürlichen Rentenkürzungsfaktoren und sonstigen Zesrtörungsursachen der Rente zurück zu nehmen, oder endlich eine wirklich solidarische Rentenversicherung auf den Weg zu bringen, in die alle Einkommen einzuzahlen haben.
    Wir hätten eine völlig andere Rentenpolitik, wenn alle Einkommen zu zahlen hätten.

    Ein Untersuchungsausschuss muss herausarbeiten, wie die Teilprivatisierung der GRV (und damit die Demontage der GRV), vonstatten ging, welche Beamten bei DRV und im BMAS, welche Professoren, Versicherungen, Minister, Staatssekretäre, Finanzdienstleister (Maschmeyer auf einer Ölquelle) etc. Gesetze geändert und das Korruptionswerk installiert haben. Die Zulagenstelle, die Seminare in den VHS, Vorsorge macht Schule, die Bewerbung für Riester/Rürup auf sämtlichen Publikationen der DRV, finanziert mit Rentenbeiträgen, also Werbung für die Konkurrenz zum Schaden der GRV-Rentner. Aber da nur Leute über die GRV entscheiden, die nicht betroffen sind, wie im Ständestaat des 19. Jahrhunderts, läuft diese politische Korruption, auch mit Hilfe der Gewerkschaften weiter.
    Wem nutzen eigentlich Menschen, die in Zukunft immer weniger in der Lage sein werden ihre Miete, Strom etc. zahlen zu können, Vereins- und sonstige Mitgliedschaften, Zeitungsabonnements und auch sonst nichts mehr bezahlen können.

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  42. Friedrich Albers

    Wir haben gleich eine Diskussionsrunde mit dem MdB Johann Saathoff. Geladen ist ebenfalls Dirk Neumann vom IG Metall Vorstand.
    Die Flyer vom Seniorenaufstand sind gepackt und zum Verteilen bereit. Mit anderen Mitstreitern wollen wir Ihm das Leben schwer machen.
    Ein Bericht wird folgen.

  43. Zusammen mit Wolfgang Ebensen und Wolfgang Franz haben wir einen Termin in der Redaktion vom Isenhagener Kreisblatt , zu dem Thema . Wolfgang Ebensen hat ein tolles Papier dazu erstellt. Wir möchten den Leuten die Augen öffnen zur Renten Lüge . Gerade MdB Hubertus Heil von der SPD meint , es geht allen Rentner / innen in Deutschland gut. Ich ( wir ) haben Herrn Heil um ein Gespräch gebeten. Aber er auf die Anfrage noch nicht einmal geantwortet . Ich hoffe er bekommt die Antwort am Wahlabend . Gruß Harald

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